Die 10 besten Tauchgebiete der Welt 2013

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Lonely Planet´s Top 10 Tauchgebiete: eine klare Entscheidung?

Keine Frage: Es gibt zu viele schöne Tauchreviere auf der Welt, als dass eine vollständige Auflistung möglich wäre. Dennoch sollen die jährlich gekürten Top 10 zeigen, welche Gebiete besonders beliebt sind. Zu den größten Namen der Reise- und Urlaubsszene gehört Lonely Planet, bekannt geworden durch ausführliche Reiseführer für Städte und Länder rund um den Globus. Die Lonely-Planet-Wahl der besten Tauchgebiete findet dementsprechend viel Beachtung – und birgt deswegen auch Potenzial für großflächige Diskussionen.

Quelle: Lonely Planet, 2013

Entrüstung in Down Under: Great Barrier Reef nicht in den Top 10

Das Great Barrier Reef ist eines der Aushängeschilder Australiens. Mit einer Länge von etwa 2.600 Kilometern ist es das größte Riff der Welt und lockt seit Jahrzehnten unzählige Taucher an. Die regelmäßige Anwesenheit in wichtigen Ranglisten bezüglich beliebter Tauchreviere ist somit zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Umso überraschender also, dass die diesjährige Top 10 des Lonely Planet auf das Great Barrier Reef verzichtet. Viele Australier empfinden die Nichtbeachtung ihres Riffs als Affront, allen voran Col McKenzie. Der Vorsitzende der Association of Marine Park Tourism Operators (AMPTO) ist für die Organisation von Tauchreisen in ganz Australien mitverantwortlich und wirft dem Verlag vor, mit dem Verzicht auf das Great Barrier Reef absichtlich eine Kontroverse starten zu wollen – schließlich seien in den Top 10 mehrere eindeutig schlechtere Spots enthalten.
Im folgenden Artikel finden Sie die Liste der besten Tauchgebiete des Great Barrier Reef, die auch von Lonely Planet zusammengestellt wurden.

Die Top 10 Tauchreviere: von blauen Löchern und türkisen Lagunen

Taucher aus aller Welt nehmen die aktuelle Top 10 unabhängig von McKenzies Aussagen zur Kenntnis. Wie in den Jahren zuvor auch, hat sich Lonely Planet Mühe gegeben, die Tauchspots nicht nur individuell zu beurteilen, sondern sie in der Summe zu einer gelungenen Kombination zusammenzuführen. Das gilt sowohl Unterwasser als auch beim Blick auf die Landkarte; ob Hawaii, Malaysia oder Neuseeland, stehen Tauchurlaubern praktisch sämtliche Winkel der Erde offen – erstklassige Tauchziele inklusive.

Die 10 besten Tauchgebiete 2013:




1. Great Blue Hole, Belize

Das Blue Hole in Belize ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr, sondern geht als Favorit in das Rennen um die besten Tauchreviere der Welt. Die Lonely-Planet-Auszeichnung als bester Tauchspot weltweit ist deswegen weder ein Novum noch eine Überraschung. Alleine ein Blick aus der Satellitenansicht reicht aus, um die spektakuläre Faszination des Blue Hole zu verstehen.

Optische Highlights vor der Küste Belizes

Von oben betrachtet sticht das Blue Hole durch seine beinahe kreisrunde Form und der namensgebenden dunklen Wasserfarbe hervor. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Doline mit einem Durchmesser von etwa 600 Metern. Unterwasser sind die Aussichten dieses Tauchgebiets kaum weniger faszinierend. Vor allem die Vielfalt macht den Unterschied zu anderen Tauchrevieren. Neben einer Galerie voller Stalaktiten lockt ein Höhlensystem fortgeschrittene Taucher an, das in 35 Meter Tiefe in der Südwand „betreten“ werden kann.

Das Great Blue Hole in Belize zählt seit Jahren zu den besten Tauchrevieren der Welt.

Great Blue Hole in Belize

Das Blue Hole als Tauchgebiet von damals bis heute

Niemand Geringeres als der legendäre Jacques-Yves Cousteau hat wesentlich zur Bekanntheit des Blue Hole beigetragen. Seitdem ist viel passiert – unter anderem wurde das Blue Hole 1996 zum Nationaldenkmal Belizes erklärt. Für passionierte Taucher führt bei einer Reise nach Mittelamerika somit kaum ein Weg am Blue Hole vorbei. Das Tauchgebiet ist außerdem Teil des Belize Barrier Reefs, seines Zeichens das zweitgrößte Riffsystem nach dem australischen Great Barrier Reef.

2. Chuuk Lagoon, Mikronesien

Gelegen im West-Pazifik, offenbart Mikronesien Besuchern all das, was von einem fantastischen Tauchrevier erwartet werden kann: Türkise Lagunen mit einer reichhaltigen Fischwelt inmitten von bunten Korallenriffen. Die Chuuk Lagoon schafft es sogar, aus dem ohnehin schon atemberaubenden Atoll noch hervorzustechen – so sehr, dass es für den zweiten Platz der besten Tauchreviere der Welt reicht.

Ein Tauchgebiet für jede Tiefe – und jede Tageszeit

In der Chuuk Lagoon gibt es für Wracktaucher viel zu sehen. Zahlreiche Schiffe aus dem Zweiten Weltkrieg liegen dort auf dem Grund, und das in ganz verschiedenen Tauchtiefen. Schon nach wenigen Metern geht es spektakulär los, da die Überreste der 133 Meter langen Fujikawa Maru schon ab etwa sechs Metern Tiefe bestaunt werden können. Darüber hinaus ist die Chuuk Lagoon auch bei Tieftauchern sehr beliebt; so befindet sich die San Francisco Maru auf 40 bis 75 Meter. Der Tauchspot ist somit auch für ambitionierte Taucher bestens geeignet.

Das Wrack der Fujikawa Maru in der Chuuk Lagoon ist eines der Highlights dieses Tauchreviers

Wrack der Fujikawa Maru in der Chuuk Lagoon

Das Tauchrevier bei Nacht erkunden

Als eines der besten Tauchreviere der Welt überzeugt natürlich auch die Chuuk Lagoon durch Vielfalt. Wem der Tag nicht reicht, der findet nämlich auch nachts beste Bedingungen vor, etwa beim Wrack der Shinkoku Maru. Dort können unter anderem der gesamte Brückenbereich und die Krankenstation besichtigt werden. Keine Frage: Die Chuuk Lagoon hat sich ihren Platz bei den besten Tauchrevieren der Welt redlich verdient.

3. Manta Ray Village, Hawaii (USA)

Die Bronzemedaille verleiht Lonely Planet an Manta Ray Village, Hawaii. Ort der Handlung ist Kailua-Kona, Grund für die gute Platzierung unter den besten Tauchrevieren der Welt sind die zahlreichen Mantas. Dabei bleibt es nur selten bei einem Exemplar; Mantaschulen von fünf oder mehr Tieren gehören zur Tagesordnung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Mantas seit knapp zwei Jahrzehnten per Fütterung auf diesen Tauchspot konditioniert wurden.

Ein majestätisches Tauchgebiet

Die Schwingen des Mantas sind ein einzigartiger Anblick. Zahlreiche Veranstalter auf Kailua-Kona bieten Tauchgänge inmitten der sanften Riesen an. Das ist sowohl im Hellen als auch im Dunklen möglich: Gewaltige, geflügelte Schatten vor dem Hintergrund der einfallenden Mittagssonne oder beinahe surreale Bilder im Schein der Tauchlampe – so lauten die Alternativen in diesem Tauchgebiet der Extraklasse.

Manta Ray Village befindet sich in Kailua-Kona auf Big Island in Hawaii

Manta Ray Village auf Big Island in Hawaii

Tauchspot in bester Umgebung

Manta Ray Village ist weltweit als erste Adresse für Mantasichtungen bekannt. Alleine deswegen ist der dritte Platz bei den besten Tauchrevieren der Welt voll und ganz vertretbar. Doch auch das Drumherum kann sich sehen lassen. Kailua-Kona liegt auf Big Island, der Hauptinsel Hawaiis; ein Ausflug nach Honolulu oder in die aufregenden Vulkanlandschaften des Inlands runden den Trip ab. Dennoch führen alle Wege immer wieder zurück zum Tauchplatz Manta Ray Village.

4. Samarai Island, Papua-Neuguinea

Die Suche nach den besten Tauchrevieren der Welt führt unter anderem in den asiatischen Pazifik. Dort wartet nämlich Samarai Island vor der Küste von Papua-Neuguinea darauf, entdeckt zu werden. Das gilt allen voran für das Tauchgebiet. Samarai Island ist bekannt für gewaltige Fischschwärme, Korallen und das Gefühl, in eine exotische, beinahe unberührte Welt einzutauchen.

Das Tauchgebiet. Samarai Island ist bekannt für gewaltige Fischschwärme.

Samarai Island, Papua-Neuguinea

Samarai Island: ein Tauchgebiet mitten im Paradies

Mit lediglich 24 Hektar Fläche ist Samarai Island geradezu winzig. Dementsprechend überschaubar ist auch die Infrastruktur der Insel. Ein perfektes Tauchziel also für Tagesausflüge fernab des Massentourismus. Gelegen in der Milne Bay an der Südostspitze Papua-Neuguineas, öffnet sich Samarai Island als Tauchspot nun auch dem internationalen Publikum. Zu den regelmäßigen Highlights gehören ohne Frage die großen Schulen von Atherinomorus lacunosus, in der regionalen Szene auch einfach nur als „Silversides“ bekannt. Die Schwarmintelligenz kennt nur wenig Scheu vor Tauchern, sodass man sich häufig mitten im Geschehen befindet – beste Voraussetzungen für tolle Aufnahmen. Abgerundet wird die Vielfalt des Tauchplatzes von Samarai-Angelfischen, Tintenfischen, Teppichhaien und vielen weiteren bunten Bewohnern des Riff-Gebiets.
Nach oder zwischen den Tauchgängen kann Samarai Island gemütlich zu Fuß erkundet werden; das Überqueren der Insel dauert zu Fuß kaum länger als 20 Minuten.

5. Pulau Sipadan, Malaysia

Und einmal mehr führen die besten Tauchreviere der Welt nach Südostasien. Genauer: Pulau Sipadan, so der Ort der Handlung. Die Insel 36 Kilometer vor der Küste Malaysias ist bekannt für ihre reichhaltige Fauna, deren Kreislauf dank der nährstoffreichen Strömungen absolut im Einklang ist. Folglich gibt es in den Tiefen und Untiefen des Tauchspots mehr zu sehen als bunte Papageienfische und Co.; Haie, Barrakudas und Schildkröten kommen noch hinzu und sorgen für eine beinahe unerreichte Vielfalt.

Gut erhalten und schnell erreichbar

Mit dem Schnellboot dauert die Überfahrt zum Tauchgebiet von Pulau Sipadan weniger als eine Stunde. Im Sinne des Umweltschutzes gibt es auf der Insel selbst keine touristischen Einrichtungen mehr; dazu gehören auch Tauch-Resorts. Die nächsten umliegenden Möglichkeiten sind Mabul oder Kapalai. Dadurch wird weitgehend sichergestellt, dass das Tauchrevier so gut wie möglich vom menschlichen Einfluss verschont bleibt, auch wenn die Bekanntheit von Pulau Sipadan mittlerweile erste Folgen hat.

Pulau Sidapan in Malaysia ist bekannt für seine reichhaltige Fauna und Flora

Schildkröte bei Pulau Sidapan in Malaysia

Ein Tauchziel voller Möglichkeiten

Steilwände, Rifftauchgänge und Sichtungen großer Fische – so lauten die drei Säulen des Tauchgebiets Pulau Sipadan. Die Tiefe des Tauchspots reicht von 5 bis 40 Metern und spricht damit die große Menge aller Sporttaucher an; einzig auf die teils starken Strömungen sollte in dem ganzjährig warmen Tauchgebiet geachtet werden.

6. Cocos Island, Costa Rica

Costa Rica gehört zu den beliebtesten Reiseländern Mittelamerikas. Es müssen nur einige Dinge beachtet werden, um sich keine Sorgen über die Reisesicherheit machen zu müssen. Auf Cocos Island, der Kokos-Insel knapp 500 Kilometer südwestlich von Costa Rica, gehören Bedenken ohnehin schnell der Vergangenheit an. Die Gewässer vor der unbesiedelten Insel haben es dieses Jahr in die Auswahl der besten Tauchreviere der Welt geschafft, und das vor allem wegen den etwas größeren Bewohnern.

Cocos Island ist bekannt als Tauchrevier mit Großfischen, wie Haien, Mantas und Orcas.

Hammerhai vor Cocos Island, Costa Rica

Cocos Island: Wenn Größe doch zählt

Große Fische, große Effekte – auch das Tauchgebiet von Cocos Island bestätigt diese Binsenweisheit. Als ausgewiesener Tauchspot für Großfische können Taucher sich dort auf die Elite der Unterwasserwelt freuen: Mantas, Delphine, Tigerhaie, Orcas und selbst Walhaie können mit etwas Glück gesichtet werden. Damit wäre ein großer Teil aller Taucherträume bereits abgedeckt – und das in nur einem einzigen Tauchgebiet. Eine geeignetere Bewerbung für die besten Tauchgebiete der Welt dürfte folglich schwer zu finden sein.

Beeindruckende Impressionen im Tauchrevier

Doch nicht nur die großen Fische und Meeressäuger machen die Tauchspots vor Cocos Island zu etwas ganz Besonderem. Das ganzjährig tropische Klima sorgt für ideale Rahmenbedingungen; über 30 Korallenarten verleihen der Szenerie ihren malerischen Anstrich. Und spätestens, wenn die Seevögel in Scharen ins Wasser schießen, wird klar, dass das Tauchgebiet von Cocos Island sich nicht nur aufs Wasser erstreckt.

7. Gansbaai, Südafrika

Der übersetzte Name der Gansbaai, nämlich Gänsebucht, sollte nicht allzu wörtlich genommen werden. Die vielen Wildgänse waren zwar einst der Grund für die Namensgebung; heute jedoch stehen eher andere Protagonisten im Vordergrund. Als eines der bekanntesten Tauchreviere der Welt für Käfigtauchen kann die Gansbaai nämlich beinahe eine Garantie für tägliche Hai-Besuche aussprechen.

Im Mittelpunkt der Gansbaai: The Great White

Der Weiße Hai ist das wohl faszinierendste Geschöpf unserer Ozeane. Das Tauchgebiet um Dyer Island direkt in der Gansbaai offenbart gleich eine große Zahl der riesigen Raubfische. Das ist natürlich dem Tourismus geschuldet: Durch die vielen Touristen werden immer mehr Haie in den Tauchspot angelockt, was wiederum umso mehr Taucher anzieht. Von einem Geheimtipp kann bei der Gansbaai also keine Rede mehr sein – absolut sehenswert und einmalig ist das Tauchgebiet trotzdem.

Gansbaai in Südafrika ist für die weissen Haie bekannt, die dort bepbachtet werden können.

Weißer Hai – Gansbaai, Südafrika

Es geht auch noch größer

Je nach Jahreszeit sind die Weißen Haie nicht einmal die einzige Attraktion der Gansbaai. Von August bis Dezember können im Walker Bay Whale Sanctuary auch Wale beobachtet werden. Das geschieht zwar in der Regel oberhalb der Wasseroberfläche, ist allerdings ein weiterer triftiger Grund für eine Reise in die Gansbaai. Lonely Planet bestätigt Südafrikas Ruf mit der Wahl der Gansbaai auf Platz 7 in jedem Fall.

8. Ras Mohammed Nationalpark, Ägypten

Für Taucher aus Europa ist Ägypten nahezu ein perfektes Ziel: Es ist weit genug entfernt, um sich von den mediterranen Tauchspots zu unterscheiden, gleichzeitig aber nah genug, um in wenigen Stunden anzureisen. Als populärste Region in Ägypten hat sich die Sinai-Halbinsel hervorgetan. Dort wiederum zählt Ras Mohammed zu den bekanntesten Tauchspots, wie Lonely Planets Wahl der besten Tauchreviere der Welt belegt.

Beeindruckende Tauchgebiete en masse

Der Ras-Mohammed-Nationalpark hat es vor allem dank seiner vielen Korallenriffe und der bunten Fischvielfalt auf den achten Platz der Lonely-Planet-Charts geschafft. Der Tourismus ist dort zwar an vielen Stellen allgegenwärtig, besonders im nahegelegenen Sharm El-Sheikh, was jedoch auch Vorteile hat, etwa bei den umfangreichen Strukturen rund um die Organisation von Tauchreisen. Sehr verbreitet sind dort Tauchgänge vom Schiff, bei denen die besten Tauchreviere fernab der Küste angesteuert werden.

Ras Mohammed gilt als eines der besten Tauchreviere in Ägypten

Ras Mohammed in Ägypten

Wohin das Auge guckt: Ras Mohammed und seine Bewohner

In Sachen Artenvielfalt sind die Tauchgebiete von Ras Mohammed in der gesamten Region unübertroffen. Papageienfische, Doktorfische, Barsche und Rotfeuerfischer bringen satte Farben in die Unterwasseraufnahmen, während Thunfische, Barrakudas und verschiedene Rochenarten für den Aha-Effekt sorgen. Auch Meeresschildkröten gehören im Tauchspot Ras Mohammed zum Unterwasser-Alltag, der an vielen Stellen mit unkomplizierten Bedingungen punktet. Einsteiger wie Fortgeschrittene sind dort somit gleichermaßen bestens aufgehoben.

9. Cocklebiddy Cave, Australien

Anders als in korallenreichen Gebieten im freien Wasser geht es beim Höhlentauchen nicht unbedingt um pure Artenvielfalt. Im Vordergrund stehen die erstaunlichen Gangsysteme und Felsformationen. Cocklebiddy Cave wurde von Lonely Planet wegen seiner beeindruckenden Geologie in die Liste der zehn besten Tauchreviere der Welt aufgenommen und zeigt nun, warum diese Wahl berechtigt war.

Ein Tauchgebiet als Politikum

Die eingangs erwähnte Verärgerung über die Nichtbeachtung des Great Barrier Reefs seitens Lonely Planet wurde teilweise sogar auf dem Rücken von Cocklebiddy Cave ausgetragen. Col McKenzie führte das Höhlensystem in Western Australia sogar als Argument an, um die gesamte Auswahl des Lonely Planet zu entwerten. Vor Ort lässt sich das jedoch nicht bestätigen. Cocklebiddy Cave ist für erfahrene Höhlentaucher eines der besten Tauchreviere der Welt. Schon die Anreise zum Tauchziel ist ein Erlebnis, da zunächst die über 300 Meter lange Eingangshalle zu Fuß mitsamt Ausrüstung passiert werden muss, bevor es ins Wasser geht.

Cocklebiddy Cave: Erfahrung vorausgesetzt

Die faszinierenden Impressionen von Cocklebiddy Cave setzen natürlich ein wenig Know-How voraus. Dennoch gibt es weitaus gefährlichere Höhlen-Spots weltweit als Cocklebiddy Cave. Eine gewisse Erfahrung wird zwar benötigt, um das Tauchgebiet voll auskosten zu können, dennoch steht auch Sport-Tauchern der Zutritt frei. In Anwesenheit erfahrener Guides natürlich erst recht.

Video über einen Tauchgang in der “Cocklebiddy Cave”, West-Australien

10. Rainbow Warrior, Neuseeland

„Last, but not least“ ist bei diesem Tauchgebiet wohl die richtige Beschreibung. Im Gegensatz zu den meisten anderen bekannten Wrack-Tauchspots dieser Welt stammt die Geschichte der Rainbow Warrior nämlich aus der Neuzeit. Erhöht wird der Reiz des ehemaligen Greenpeace-Flaggschiffs nämlich durch die dramatische Hintergrundgeschichte. Zusammen mit der malerischen Unterwasser-Umgebung gehört die Matauri-Bucht deswegen völlig zu Recht zu den besten Tauchrevieren der Welt.

Geschichtlicher Abriss eines faszinierenden Tauchgebiets

Im Juli 1985 lag die Rainbow Warrior im Hafen von Auckland, Neuseeland, vor Anker, als Taucher des französischen Geheimdienstes kurz vor Mitternacht zwei Bomben am Rumpf des 44 Meter langen Schiffes anbrachten und die Explosion auslösten. Zwei Jahre, viele Untersuchungen und diplomatische Verstimmungen später, wurden die Überreste dahin gebracht und versenkt, wo sie bis heute liegen: in der Matauri-Bucht der neuseeländischen Cavalli-Inseln.

Video über einen Tauchgang zum 25 jährigen Jahrestag der Versenkung der Rainbow Warrior

Heute: ein beliebtes Tauchrevier

Das Wrack der Rainbow Warrior liegt in etwa 25 bis 30 Metern Tiefe und kann durch ein Loch im Rumpf auch im Inneren besichtigt werden. All das reicht natürlich nicht alleine aus, um zu den besten Tauchrevieren der Welt zu gehören. Mitverantwortlich dafür ist vor allem die reichhaltige Flora und Fauna in der Umgebung; Kelpwälder und eine große Vielfalt an Fischen machen die Matauri-Bucht zu einem Tauchspot der ganz besonderen Art.