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Weißer Hai (Carcharodon carcharias) – Faszination & Fotografie beim Käfigtauchen

Der Weiße Hai im Porträt: Biologie des größten Raubfisches der Erde, Käfigtauchen (Gansbaai, Neptun Islands) und worauf es bei Kamera-Einstellungen im Käfig ankommt.

Kein anderes Meereslebewesen löst beim Menschen eine ähnliche Mischung aus ehrfürchtiger Faszination und archaischem Respekt aus wie der Weiße Hai (Carcharodon carcharias). Durch Kinofilme über Jahrzehnte hinweg zu Unrecht als berechnendes Monster stigmatisiert, erleben Taucher, die ihm im Schutz eines stabilen Stahlkäfigs vor Südafrika oder Südaustralien tatsächlich Auge in Auge gegenüberstehen, ein völlig anderes Tier: einen hochintelligenten, vorsichtig kalkulierenden Spitzenjäger mit einem tiefblauen (nicht schwarzen!) Augenring, der jede Energieverschwendung vermeidet.

Biologie eines perfekt angepassten Hochseejägers

Mit einer Länge von vier bis über fünf Metern und einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen steht der Weiße Hai gemeinsam mit dem Schwertwal (Orca) an der Spitze der marinen Nahrungskette. Ebenso wie sein schneller Verwandter, der Makohai, gehört er zu den Makrelenhaien und kann seine Körpertemperatur bis zu 14 Grad über die Temperatur des kalten Umgebungswassers anheben. Während junge Weiße Haie überwiegend Fische und Rochen jagen, stellen ältere Tiere mit zunehmendem Körperumfang auf fettreiche Meeressäuger wie Seebären, Seehunde und Robben um.

Fotografieren aus dem Tauchkäfig: Gansbaai & Neptune Islands

Während der Bestand an Weißen Haien rund um das südafrikanische Gansbaai und die False Bay in den letzten Jahren durch einwandernde, auf Hailebern spezialisierte Orca-Paare starken Schwankungen unterlag, gelten die Neptune Islands vor Port Lincoln (Südaustralien) heute als das klarste und zuverlässigste Revier der Welt für Käfigtauchgänge (sowohl im Oberflächenkäfig als auch im auf den Meeresboden in 20 Metern Tiefe abgesenkten „Ocean Floor Cage“).

  • Kompaktes Kameraformat für die Gitterlücken: Ein riesiges DSLR-Gehäuse mit breiten Blitzarmen lässt sich im engen Käfig bei Seegang kaum durch die Sichtluke führen. Kompakte Systeme wie die OM System Tough TG-7 oder eine DJI Osmo Action 5 Pro / GoPro Hero 13 Black an einem kurzen Handgriff sind hier klar im Vorteil.
  • Niemals Hände oder Kamera weit aus dem Käfig strecken: Halte das Gehäuse bündig auf Höhe der Innenseite der Stäbe, nutze eine kurze Verschlusszeit von mindestens 1/400 Sekunde und arbeite im Oberflächenkäfig mit reinem Umgebungslicht statt mit sperrigen Blitzarmen.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Braucht man für das Käfigtauchen mit dem Weißen Hai einen Tauchschein? ↓

Für die klassischen Oberflächenkäfige (Surface Cages) in Südafrika oder Australien ist kein Tauchschein erforderlich, da die Luftversorgung über Schläuche von Bord (Hookah-System) oder im Schnorchelbetrieb erfolgt. Lediglich für das Abtauchen im Bodenkäfig auf 20 Meter Tiefe (Ocean Floor Cage in Südaustralien) wird ein gültiges Gerätetauchbrevet benötigt.