Als die Qumox / SJCAM SJ4000 auf den Markt kam, sorgte sie für Aufsehen: Für einen Bruchteil des GoPro-Preises lieferte sie ein komplettes Paket inklusive Unterwassergehäuse und Dutzenden Halterungen. Auch 2026 fragen sich viele Urlauber vor einer Schnorchel- oder Tauchreise: Muss es eine Kamera für 400 Euro sein, oder reicht eine günstige Budget-Actioncam unter 100 bis 130 Euro (etwa von Akaso oder SJCAM) für Erinnerungsfotos am Hausriff aus?
Akaso Brave 7 LE / V50X (inkl. Unterwassergehäuse)
Technische Eckdaten
- Auflösung: 4K mit 30 fps, Full-HD 1080p mit 60 fps, 20 MP Fotos
- Displays: Dual-Color-Screen (Rückseiten-Touchscreen + Frontdisplay für Selfies)
- Lieferumfang: Inklusive 40-m-Unterwassergehäuse, 2 Akkus, Ladegerät & Fernbedienung
Stärken unter Wasser
- + Komplettes Zubehörpaket (Gehäuse + 2 Akkus) bereits im Kaufpreis enthalten
- + Sechsachsige elektronische Bildstabilisierung (EIS 2.0) für ruhiges Schnorcheln
- + Geringes finanzielles Risiko für Kinder, Jugendliche und Gelegenheits-Schnorchler
Einschränkungen
- - Kleiner Sensor mit deutlich geringerem Dynamikumfang als DJI Osmo Action oder GoPro
- - Ab 8–10 Metern Wassertiefe ohne starkes Videolicht schneller Farbverlust und Rauschen
Wo liegen die ehrlichen Unterschiede zwischen einer 100-Euro-Actioncam und einem Topmodell?
Bei strahlendem Sonnenschein in ein bis drei Metern Wassertiefe – also beim klassischen Schnorcheln über einem hellen Korallendach in Ägypten oder der Karibik – liefern moderne Einsteiger-Actioncams wie die Akaso Brave 7 LE, die Akaso V50X oder die aktuellen SJCAM-Modelle (SJ8 Pro / SJ10 Pro) überraschend ordentliche Erinnerungsbilder. Das mitgelieferte Polycarbonatgehäuse hält zuverlässig dicht, und dank zwei mitgelieferter Akkus geht einem am Strand nicht der Strom aus.
Sobald es jedoch ans Gerätetauchen in 15 bis 30 Metern Tiefe geht, zeigen sich drei physikalische Grenzen günstiger Sensoren:
- Interpolierte vs. native Auflösung: Viele sehr billige No-Name-Kameras unter 50 Euro rechnen ein Full-HD-Bild nur künstlich auf 4K hoch. Achte zwingend auf ehrliche Marken der Einsteigerklasse (wie Akaso oder SJCAM SJ8/SJ10 mit echten Sony-Sensoren).
- Automatischer Weißabgleich im Blauwasser: Während eine DJI Osmo Action 5 Pro einen eigenen Farbtemperatursensor besitzt, regeln günstige Kameras den Blaustich ab zehn Metern Tiefe kaum nach. Hier hilft beim Tauchen ein aufsteckbarer Rotfilter oder eine externe Tauch- und Videolampe.
- Fehlende Zeitlupe in 4K: Günstige Modelle schaffen 60 Bilder pro Sekunde meist nur in Full-HD (1080p), während 4K auf 30 fps begrenzt ist.