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Fuchshai (Alopias pelagicus) – Den scheuen Jäger mit der langen Schwanzflosse fotografieren

Der Fuchshai (Drescherhai) im Porträt: Wie er Beutefische mit seiner körperlangen Schwanzflosse betäubt und wie Fotos im Dämmerlicht ohne Blitz (Malapascua & Rotes Meer) gelingen.

Kein anderer Hai der Weltmeere besitzt eine so unverwechselbare Silhouette wie der Fuchshai (Gattung Alopias, im Englischen Thresher Shark / Drescherhai): Allein der obere Lappen seiner sichelförmigen Schwanzflosse ist genauso lang wie der gesamte übrige Körper des Tieres! Zusammen mit den riesigen, dunklen Augen, die ihm das Aussehen eines fast schüchternen Tiefseebewohners verleihen, steht der Fuchshai ganz oben auf der Wunschliste von Unterwasserfotografen.

Jagdtechnik mit Überschall-Peitschenschlag

Lange Zeit rätselten Meeresbiologen, wozu der Fuchshai seine bis zu drei Meter lange Schwanzfahne genau einsetzt – bis hochauflösende Unterwasser-Videoaufnahmen vor den Philippinen das Geheimnis lüfteten: Der Fuchshai schwimmt mit hohem Tempo in einen dichten Sardinen- oder Makrelenschwarm hinein, bremst abrupt mit seinen breiten Brustflossen ab und katapultiert seine Schwanzflosse wie eine Peitsche über den Kopf nach vorn. Die Druckwelle des Schlages ist so heftig, dass sie im Wasser winzige Kavitationsbläschen erzeugt und gleich mehrere Beutefische auf einen Schlag betäubt.

Die besten Tauchplätze: Malapascua (Philippinen) & Rotes Meer

Normalerweise lebt der Pelagische Fuchshai (Alopias pelagicus) im offenen Meer in Tiefen zwischen 100 und 500 Metern, wo kein Sporttaucher hinkommt. Es gibt jedoch zwei berühmte Ausnahmen:

  1. Monad Shoal & Kimud Shoal vor Malapascua (Philippinen): Im ersten Morgengrauen gegen 5:30 Uhr steigen die Fuchshaie aus der Tiefe auf ein Plateau in 15 bis 28 Metern Tiefe auf, um sich von Putzerlippfischen von Parasiten befreien zu lassen.
  2. Südliches Rotes Meer (Daedalus Reef, Brothers Islands & Elphinstone): An den steil abfallenden ägyptischen Offshore-Riffen kreuzen Fuchshaie regelmäßig am frühen Morgen im tiefblauen Freiwasser.

Fotografieren bei absolutem Blitzverbot: Worauf es ankommt

An den Putzerstationen von Malapascua gilt zum Schutz der extrem lichtempfindlichen Augen des Fuchshais ein striktes Verbot für Unterwasserblitze und helle Videolampen. Du fotografierst dort ausschließlich mit dem vorhandenen natürlichen Morgenlicht (Available Light):

  • Nutze eine Kamera mit lichtstarkem Objektiv (mindestens F2.0 bis F2.8, wie bei der OM System Tough TG-7 auf 25 mm Weitwinkel) oder einen großen Sensor.
  • Stelle die Verschlusszeit auf mindestens 1/160 bis 1/250 Sekunde ein, da der Fuchshai seine lange Schwanzflosse ständig in schneller Bewegung hält.
  • Fotografiere im RAW-Format, damit du den hohen Blauanteil des Dämmerlichts später am Rechner sauber in ein ausgewogenes Meeresblau oder ein kontrastreiches Schwarz-Weiß-Porträt entwickeln kannst.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Ist der Fuchshai für Taucher gefährlich? ↓

Nein, Fuchshaie sind extrem scheue, ausschließlich auf kleine Schwarmfische und Kalmare spezialisierte Jäger mit einem relativ kleinen Maul. Sie meiden jede hektische Bewegung und drehen sofort in die Tiefe ab, wenn Taucher ihnen den Weg abschneiden oder Luftblasen direkt vor sie setzen.