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Unterwasser-Drohnen (ROV) im Test: Chasing Dory & Chasing Gladius Mini S mit 4K-Kamera & LED-Flutlicht

Unterwasser-Drohnen (Tauchroboter / ROV) im großen Test 2026: Chasing Dory (bis 15 m) und Chasing Gladius Mini S (bis 100 m, 4K-Kamera, 2.400 Lumen Flutlicht & Greifarm) für Boot, Wrack und Forschung.

Was passiert in 60 oder 100 Metern Tiefe an einem steilen Riffabhang, unter dem Rumpf einer Segelyacht oder in einem eiskalten Bergsee, ohne dass man selbst ins Wasser steigen muss? Moderne Unterwasser-Drohnen – sogenannte ROVs (Remotely Operated Vehicles) – haben die Unterwassererkundung vom Boot, vom Steg oder vom Ufer aus revolutioniert. Auf Amazon.de führt der Spezialist Chasing Innovation den Markt mit zwei faszinierenden Systemen an: der handflächengroßen Einsteiger-Drohne Chasing Dory (bis 15 Meter Tiefe) und dem semiprofessionellen 4K-Tauchroboter Chasing Gladius Mini S (bis 100 Meter Tiefe mit 2.400 Lumen LED-Flutlicht und optionalem Greifarm). Wir erklären, wie die Kabel-Steuerung unter Wasser funktioniert und welches Modell für welchen Einsatz gebaut ist.

Kurz gesagt
Unser Urteil zu den Chasing Unterwasser-Drohnen: Wer eine kompakte Urlaubs- und Bootsdrohne sucht, um vom Segelboot aus den Ankerplatz zu prüfen, den Schiffsrumpf zu inspizieren oder Fische bis 15 Meter Tiefe zu beobachten, bekommt mit der Chasing Dory (ca. 499–579 EUR) einen rucksacktauglichen Einstieg. Wer hingegen bis 100 Meter Tiefe in dunkle Seen, zu tiefen Wracks oder für Unterwasser-Inspektionen vordringen will, greift zur Chasing Gladius Mini S mit 4K-Sony-Sensor, 2.400-Lumen-Scheinwerfern und Anti-Blockier-Strahlrudern.
Tief liegendes Schiffswrack im blauen Meerwasser
Tiefe Wracks, Bootsrümpfe, Ankerketten und steile Abbruchkanten bis 100 Meter Wassertiefe: Wo die Nullzeit für Sporttaucher endet, beginnt das Einsatzgebiet einer 4K-Unterwasser-Drohne wie der Chasing Gladius Mini S.

Warum jede Unterwasser-Drohne ein Kabel (Tether) braucht: Die Physik von Funk unter Wasser

Wer zum ersten Mal eine Unterwasser-Drohne sieht, stellt fast immer dieselbe Frage: „Warum hängt die Drohne an einer dünnen gelben Leine – warum fliegt sie nicht kabellos per WLAN wie eine DJI-Luftdrohne?“ Die Antwort liefert die Elektro-Physik: Hochfrequente elektromagnetische Funkwellen (2,4 GHz und 5 GHz für WLAN und Bluetooth) werden von Wassermolekülen extrem stark absorbiert. Bereits ab 5 bis 10 Zentimetern Wassertiefe reißt jedes WLAN-Livebild komplett ab.

Deshalb arbeiten alle Unterwasser-Drohnen weltweit mit einem hauchdünnen, neutral tarierten Kevlar-Daten- und Zugkabel (Tether):

  • Bei der kompakten Chasing Dory (15 m Kabel): Das 15 Meter lange Kabel verbindet die abtauchende Drohne mit einer kleinen schwimmenden WLAN-Boje an der Wasseroberfläche. Die Boje funkt das Livebild dann per WLAN durch die Luft bis zu 15 Meter weit an dein Smartphone oder Tablet an Deck.
  • Bei der großen Chasing Gladius Mini S (100 m oder 200 m Kabel): Hier läuft das bis zu 200 Meter lange Kabel direkt zur Profi-Fernsteuerung an Land oder auf dem Boot, in die dein Smartphone oder iPad eingeklemmt wird. Das garantiert eine verzögerungsfreie Full-HD-Liveübertragung selbst aus 100 Metern Wassertiefe und erlaubt mit einer Zugfestigkeit von 100 kg sogar das Bergen von Gegenständen mit dem Greifarm.
Kompakt-Sieger für Boot & Urlaub

Chasing Dory (Kompakte 15m Unterwasser-Drohne)

Richtpreis / Straßenpreis ca. 549 EUR

Technische Eckdaten

  • Abmessungen & Gewicht: 247 x 188 x 92 mm / nur 1,1 kg Gewicht (passt in jeden Rucksack)
  • Max. Tauchtiefe & Kabel: 15 Meter Tiefe / 15 Meter Auftriebskabel mit WLAN-Boje
  • Antrieb & Manövrieren: 5 Strahlruder (Thruster) + ±45° Neigungsmodus (Tilt-Lock)
  • Kamera & Optik: Full-HD 1080p (30 fps) mit lichtstarkem f/1.6 Objektiv (100° Sichtfeld)
  • Beleuchtung: 2x 250 Lumen LED-Scheinwerfer (4.000–5.000 K)
  • Akkulaufzeit: bis zu 60 Minuten Tauchzeit (4.800 mAh Akku)

Stärken unter Wasser

  • + Kleinste und leichteste 5-Thruster-Unterwasser-Drohne auf dem Markt (nur 1,1 kg)
  • + Lichtstarke f/1.6-Blende und 500 Lumen LED-Licht ideal zum Prüfen von Anker, Kiel und Propeller
  • + Tilt-Lock-Modus erlaubt Schweben mit um 45 Grad nach oben oder unten geneigter Nase
  • + Interner 16-GB-Speicher in der WLAN-Boje + Co-Play-Modus (zwei Smartphones schauen gleichzeitig zu)

Einschränkungen

  • - Auf 15 Meter Tauchtiefe und 1080p-Auflösung begrenzt
  • - In starker Meeresströmung (über 1,5 Knoten) stoßen die kleinen Motoren an ihre Grenzen
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100m-Tieftauch-Referenz mit 4K & Greifarm

Chasing Gladius Mini S (100m 4K Profi-Unterwasser-Drohne)

Richtpreis / Straßenpreis ca. 1.499 EUR (100m Pack)

Technische Eckdaten

  • Max. Tauchtiefe & Kabel: 100 Meter Tiefe (mit 100 m oder 200 m Kabel auf Spule)
  • Kamera & Sensor: 1/2,3 Zoll Sony CMOS / 4K-Video (30 fps), 12 MP Fotos (JPEG & DNG-RAW) + EIS
  • Beleuchtung: 2x 1.200 Lumen LED-Flutlicht (= 2.400 Lumen gesamt, CRI 85)
  • Antrieb & Speed: 5 Anti-Stuck-Motoren (gegen Sandblockade), bis 4 Knoten (2 m/s) schnell
  • Akkulaufzeit: bis zu 4 Stunden Betriebszeit (9.600 mAh Akku)
  • Zubehör-Anschluss: Montageschiene für elektrischen Greifarm (Grabber Claw), GoPro & Sonar

Stärken unter Wasser

  • + Echte 100 Meter Tauchtiefe und bis zu 4 Stunden Akkulaufzeit für ausgedehnte Wrack- und See-Expeditionen
  • + Gewaltige 2.400 Lumen LED-Flutlichtstärke bringen volle Farben in stockdunkle 80-Meter-Tiefen
  • + 4K-Kamera mit elektronischer Bildstabilisierung (EIS) und 12-Megapixel-RAW-Fotografie
  • + Mitgelieferter fernsteuerbarer Greifarm (im Flash-Pack) birgt über Bord gefallene Ausrüstung bis 1,2 kg

Einschränkungen

  • - Deutlich größerer Transportkoffer und höheres Gesamtgewicht durch die 100-m-Kabeltrommel
  • - Preislich in der Oberklasse angesiedelt (ab ca. 1.399 bis 1.699 EUR je nach Kabel- und Greifarm-Paket)
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5 Strahlruder und der 45-Grad-Neigungsmodus: So steuert sich ein Tauchroboter

Im Gegensatz zu einem ferngesteuerten Modell-U-Boot arbeiten moderne ROVs wie die Chasing Dory und die Gladius Mini S wie ein Quadrocopter unter Wasser: Drei vertikal ausgerichtete Propeller (Thruster) regeln die exakte Tiefe sowie den Neigungswinkel der Nase (Pitch) und halten die Drohne per eingebautem Drucksensor zentimetergenau auf einer festen Tiefe in der Schwebe (Depth Lock). Zwei horizontale Heck-Strahlruder sorgen für den Vortrieb und die Drehung um die eigene Achse.

Besonders nützlich für Filmaufnahmen ist der ±45-Grad-Tilt-Lock-Modus: Wenn du den Meeresboden nach Krabben absuchst, neigst du die Nase der Drohne um 45 Grad schräg nach unten und fährst dennoch exakt horizontal in konstantem Abstand über den Grund. Willst du hingegen von unten den Rumpf einer Yacht, den Propeller oder einen Fischschwarm gegen das Sonnenlicht filmen, stellst du den Neigungswinkel auf +45 Grad schräg nach oben ein.

Für Segler, Taucher und Angler: Was bringt der elektrische Greifarm der Gladius Mini S?

Bei der Chasing Gladius Mini S lässt sich an der Unterseite ein über die Fernbedienung steuerbarer elektrischer Greifarm (Grabber Claw B) anstecken (im 100m/200m Flash Pack oft bereits im Lieferumfang enthalten). Mit einer Schließkraft von 7 Newton kann die Klaue unter Wasser bis zu 12 Zentimeter weit öffnen und zugreifen. Ob eine ins Hafenbecken gefallene Tauchlampe, eine verklemmte Ankerleine in 25 Metern Tiefe oder eine Bodenprobe aus einem tiefen Baggersee: Da man die Klaue direkt im zentralen 4K-Kamerabild vor sich sieht, lässt sich jedes Objekt millimetergenau ansteuern und nach oben holen. Alternativ lässt sich auf der oberen Zubehörschiene der Gladius Mini S auch eine zusätzliche Actioncam wie die DJI Osmo Action 5 Pro oder eine Insta360 X4 im Unsichtbaren Tauchgehäuse für gleichzeitige 360-Grad-Aufnahmen in 50 Metern Tiefe montieren.

Einen Überblick über alle klassischen Actioncams und Videokameras für den eigenen Tauchgang findest du in unserer Action-Cam Unterwasser Vergleichstabelle 2026 sowie in der Rubrik Unterwasser-Videos.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Braucht man in Deutschland oder im Urlaub einen Drohnenführerschein für eine Unterwasser-Drohne? ↓

Nein! Die EU-Drohnenverordnung und die Pflicht zum EU-Kompetenznachweis gelten ausschließlich für unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) im Luftraum. Für kabelgebundene Unterwasser-Drohnen (ROVs) benötigst du weder einen Führerschein noch eine Haftpflichtplakette des Luftfahrt-Bundesamtes – beachte jedoch lokale Naturschutzregeln in ausgewiesenen Tauchsperrzonen.

Was passiert, wenn die Propeller einer Chasing-Drohne Sand vom Meeresboden ansaugen? ↓

Insbesondere die Chasing Gladius Mini S verfügt über patentierte Anti-Stuck-Motoren (C-Motor 3.0), deren Spaltmaße so konstruiert sind, dass feiner Sand und Schwebstoffe wieder ausgespült werden, ohne den Rotor zu blockieren. Nach jedem Einsatz im Meer oder über schlammigem Grund sollten die Strahlruder kurz in einem Eimer mit klarem Süßwasser freigespült werden.

Kann das Kabel (Tether) unter Wasser an Steinen oder Korallen reißen? ↓

Das gelbe Kevlar-verstärkte Kabel der Chasing Dory hält einer Zugkraft von 50 kg stand, das der Gladius Mini S sogar bis zu 100 kg. Da das Kabel im Wasser nahezu neutral tariert ist (leichter Auftrieb), sinkt es nicht schlaff auf scharfe Bodensteine herab, sondern schwebt über dem Grund.

Werden Tiefe und Wassertemperatur im Video der Unterwasser-Drohne angezeigt? ↓

Ja, sowohl die Chasing Dory als auch die Gladius Mini S messen kontinuierlich die exakte Wassertiefe und die Wassertemperatur. In der Chasing-GO1-App kannst du frei wählen, ob diese Telemetriedaten nur live auf deinem Steuermonitor angezeigt oder auch dauerhaft als Daten-Overlay im aufgenommenen Video gespeichert werden sollen.