Ein hochwertiges Unterwassergehäuse schützt empfindliche Kameraelektronik vor dem enormen hydrostatischen Druck der Tiefe und hält gleichzeitig sämtliche Bedienelemente – vom Auslöser über das Wahlrad bis zum Zoomhebel – unter Wasser präzise steuerbar. In dieser Kategorie findest du unsere Tests und Praxisanleitungen zu Kameragehäusen und modernen Smartphone-Tauchgehäusen.
Unsere Artikel & Tests zu Unterwassergehäusen
- Unterwassergehäuse für iPhone & Smartphones (SeaLife SportDiver Ultra & Divevolk SeaTouch 4 Max): Wie du moderne Flaggschiff-Smartphones mit Vakuum-Leckwarner oder Touchscreen-Gelmembran sicher bis auf 40 bzw. 60 Meter Tiefe mitnimmst.
- SeaLife SportDiver Ultra im Detailtest: Praxiserfahrungen mit der kostenlosen SportDiver-App, RAW-Fotografie und der Kombination mit Sea-Dragon-Videolampen.
- OM System PT-059 Unterwassergehäuse: Das maßgeschneiderte 45-Meter-Gehäuse für die Tough TG-6 und TG-7 mit 52-mm-Filtergewinde für Weitwinkel-Nahlinsen und zwei Lichtleiterbuchsen.
- Kameratrays, Kugelarme & Lichtleiterkabel: Wie du dein Unterwassergehäuse zum ausbalancierten Foto-Rig erweiterst.
OM System PT-059 Unterwassergehäuse (für Tough TG-7 & TG-6)
Technische Eckdaten
- Material & Tiefe: Hochfestes Polycarbonat, druckfest bis 45 Meter
- Frontgewinde: 52-mm-Schraubgewinde für Wet-Lenses (Weitwinkel/Makro)
- Blitzanschluss: 2x optische Glasfaser-Buchsen für externe Unterwasserblitze
Stärken unter Wasser
- + Alle Tasten und Drehräder der TG-7 auch mit Handschuhen voll bedienbar
- + Schwarze Frontseite verhindert störende Spiegelungen im Objektiv
- + Lässt sich direkt auf Standard-Kameratrays mit Dual-Handgriffen schrauben
Einschränkungen
- - Silikondichtung (O-Ring) muss vor jedem Tauchgang sauber gefettet werden
Polycarbonat oder eloxiertes Aluminium: Welches Gehäusematerial ist besser?
Im Tauchalltag begegnen dir zwei Werkstoffe: Polycarbonat-Gehäuse (etwa von OM System, Ikelite oder SeaLife) sind preisgünstiger, leichter im Fluggepäck, korrosionsfrei und durch ihre transparente Rückwand sofort einsehbar – man erkennt beim Abtauchen auf den ersten Blick, ob die Dichtung sauber anliegt. Aluminium-Gehäuse (wie von Nauticam, Isotta oder Marelux) werden aus dem vollen Leichtmetallblock gefräst, sind für Tiefen von 80 bis 100 Metern zugelassen, leiten die Abwärme des Kamerasensors beim 4K-Filmen besser ins Wasser ab und bieten eine unübertroffene Ergonomie über mechanische Hebelübersetzungen.
Die 5 goldenen Regeln der O-Ring-Pflege
- Sicht- und Fühlkontrolle: Ziehe den O-Ring vor dem Tauchtag vorsichtig durch zwei saubere Finger, um Sandkörner, Salzkrusten oder Haare zu ertasten.
- Sparsam fetten: Verwende ausschließlich das vom Gehäusehersteller mitgelieferte Silikonfett. Das Fett dichtet nicht selbst ab, sondern hält das Gummi geschmeidig, damit es sich unter Druck gleichmäßig in die Nut legt.
- Immer ein Trockenmittel einlegen: Ein frisches Silikagel-Päckchen verhindert zuverlässig das Beschlagen des Frontglases in kühlerem Wasser.
- Spülbecken-Disziplin: Spüle das geschlossene Gehäuse nach jedem Tauchgang mindestens 15 Minuten in Süßwasser und betätige dabei alle Druckknöpfe, damit sich keine Salzkristalle an den Stößeln bilden.
- Lagerung zwischen den Reisen: Lagere das Gehäuse zu Hause niemals mit geschlossener Schnalle, sondern nimm den O-Ring heraus oder lasse den Deckel offen, damit die Dichtung nicht dauerhaft plattgedrückt wird.