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Die besten Tauchgebiete des Great Barrier Reef (Australien) & Kamera-Tipps

Tauchen und Fotografieren am Great Barrier Reef in Australien: Ribbon Reefs (Cod Hole), Osprey Reef im Korallenmeer, das Wrack der SS Yongala und Lady Elliot Island.

Mit einer Ausdehnung von rund 2.300 Kilometern entlang der Nordostküste des australischen Bundesstaates Queensland und fast 3.000 einzelnen Riffen ist das Great Barrier Reef die größte von Lebewesen geschaffene Struktur der Erde – selbst aus dem Weltraum ist das Riffband mit bloßem Auge erkennbar. Für Taucher und Unterwasserfotografen gibt es dabei eine goldene Regel: Wer nur einen günstigen Tagesausflug an die stark besuchten inneren Riffe vor Cairns bucht, sieht oft nur einen kleinen Bruchteil der wahren Pracht. Die wirklich spektakulären Tauchplätze liegen an den äußeren Ribbon Reefs, im angrenzenden Korallenmeer (Coral Sea), am südlichen Lady Elliot Island und am berühmten Wrack der SS Yongala.

1. Die Ribbon Reefs & das berühmte „Cod Hole“ (Nördliches Riff)

Nördlich von Cairns bis hinauf nach Lizard Island zieht sich eine Kette von zehn langgestreckten Außenriffen (Ribbon Reef #1 bis #10), die fast ausschließlich von mehrtägigen Tauchsafarischiffen (Liveaboards) angefahren werden. Zu den bekanntesten Fotospots gehören:

  • Cod Hole (am Ribbon Reef #10): Hier leben standorttreue, bis zu anderthalb Meter lange und über 100 Kilogramm schwere Kartoffel-Zackenbarsche (Epinephelus tukula), die sich Tauchern völlig furchtlos bis auf wenige Zentimeter vor das Weitwinkel-Domeport nähern.
  • Steve’s Bommie (am Ribbon Reef #3): Ein freistehender Korallenturm, der aus 35 Metern Tiefe bis auf fünf Meter unter die Oberfläche aufragt. Während am Fuß Glasfisch-Schwärme, Schaukelfische und Steinfische für Makrofotografen posieren, kreisen im Blauwasser Barrakudas und Makrelen.
  • Zwergwal-Saison (Juni bis Juli): Im australischen Winter ziehen neugierige Zwergwale (Dwarf Minke Whales) entlang der Ribbon Reefs und lassen sich an einer Halteleine im flachen Wasser stundenlang aus nächster Nähe filmen.

2. Osprey Reef im Korallenmeer: 1.000 Meter Steilwand und 50 Meter Sichtweite

Etwa 125 Kilometer östlich der Ribbon Reefs erhebt sich mitten im tiefen Korallenmeer das atollartige Osprey Reef aus über 1.000 Metern Meerestiefe. Da es hier keinen Flusseintrag vom Festland gibt, herrschen am legendären Tauchplatz North Horn regelmäßig Sichtweiten von 40 bis über 50 Metern. Graue Riffhaie, Silberspitzenhaie, Weißspitzen-Riffhaie und gelegentlich Hammerhaie patrouillieren entlang der mit riesigen Gorgonien bewachsenen Steilwand.

3. Das Wrack der SS Yongala (südlich von Townsville / Ayr)

Viele erfahrene Australien-Taucher bezeichnen nicht ein Korallenriff, sondern ein Schiffswrack als den besten Einzel-Tauchplatz des gesamten Great Barrier Reef Marine Parks: die SS Yongala. Das 109 Meter lange Passagier- und Frachtschiff sank im März 1911 während eines Zyklons und liegt heute auf einem völlig flachen Sandboden in 14 bis 28 Metern Tiefe. Weil das Wrack weit und breit die einzige feste Struktur im offenen Sandmeer bildet, wirkt es wie ein gigantischer Fischmagnet: Riesige Riesen-Zackenbarsche, Adlerrochen, Bullenhaie, Gitarrenrochen, Seeschlangen, Schildkröten und undurchdringliche Wolken aus Stachelmakrelen umhüllen den Rumpf.

4. Lady Elliot Island & Heron Island (Southern Great Barrier Reef)

Ganz im Süden der Riffkette liegt die kleine Koralleninsel Lady Elliot Island. Das glasklare Wasser rund um die Insel gilt als die „Manta-Hauptstadt“ der australischen Ostküste: Über das gesamte Jahr hinweg (mit einem Höhepunkt im australischen Winter von Mai bis August) lassen sich hier Dutzende Riffmantas – darunter auch der berühmte rosafarbene Manta „Inspector Clouseau“ – sowie unzählige Grüne Meeresschildkröten bereits beim Schnorcheln und auf flachen Tauchgängen mit einer OM System Tough TG-7 oder Actioncam fotografieren.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen und Fotografieren am Great Barrier Reef? ↓

Getaucht werden kann ganzjährig. Die stabilsten Wetterbedingungen mit ruhiger See und höchsten Sichtweiten herrschen von Juni bis November (im Juni/Juli zudem Zwergwale an den Ribbon Reefs). Von Dezember bis März ist das Wasser am wärmsten und die Schildkrötenschlupfzeit im Süden läuft, allerdings sind dann tropische Regenschauer häufiger.