Während klassische Kamerahersteller wie Sony, Canon oder Nikon ihre Geräte primär für den Einsatz an Land bauen, entwickelt der US-Hersteller SeaLife seit über dreißig Jahren ausschließlich Kameras, Gehäuse und Sea-Dragon-Lampen für den Tauchsport. Zwei Produkte aus dem aktuellen Programm verfolgen dabei ein Ziel, das vor allem Urlaubstaucher begeistert: maximale Sicherheit gegen Wassereinbruch und kinderleichte Bedienung unter Wasser.
SeaLife Micro 3.0 (64 GB, permanent versiegelt bis 60 m)
Technische Eckdaten
- Sensor & Optik: 16 MP Sony-CMOS-Sensor, 100° Weitwinkelobjektiv, 4K-Video
- Tauchtiefe: 60 Meter (200 ft) – komplett ohne Gehäuseöffnung
- Speicher & Daten: 64 GB interner Speicher, Übertragung per WiFi oder USB-Kontaktadapter
Stärken unter Wasser
- + Kann niemals durch einen verschmutzten O-Ring oder offenen Deckel absaufen
- + Drei große „Klaviertasten“ auf der Oberseite für dicke Trockentauch-Handschuhe
- + Speichert Bilder im unkomprimierten DNG-RAW-Format und als JPEG
Einschränkungen
- - Fester Fokus ab ca. 38 cm (für Makroaufnahmen wird die optionale Nahlinse benötigt)
1. SeaLife Micro 3.0: Warum eine Kamera ohne Klappe viele Taucher überzeugt
Das Konzept der SeaLife Micro 3.0 ist ebenso radikal wie einleuchtend: Die Kamera besitzt keinerlei Tür, keinen Akkuschacht und keinen Speicherkartenschlitz. Das Gehäuse ist ab Werk dauerhaft wasserdicht bis 60 Meter Tiefe verschweißt. Geladen wird über vergoldete Außenkontakte auf der Rückseite, die Bilder gelangen nach dem Tauchgang per schnellem WLAN direkt auf das Smartphone oder Tablet. Wer im Tauchurlaub keine Lust hat, vor jedem Tauchgang O-Ringe unter der Lupe auf Sandkörner zu prüfen, findet hier die stressfreieste Kamera auf dem Markt.
2. SeaLife SportDiver Ultra: Das Smartphone als vollwertige RAW-Unterwasserkamera
Moderne Smartphones wie das iPhone 15/16 Pro oder das Samsung Galaxy S24/S25 Ultra besitzen hervorragende Kamerasensoren, optische Bildstabilisatoren und gleich drei Brennweiten (Ultraweitwinkel, Hauptkamera und Tele). Mit dem SeaLife SportDiver Ultra verwandelt sich das eigene Telefon bis auf 40 Meter Tiefe in eine vollwertige Unterwasserkamera.
Vor dem Tauchgang wird das Smartphone per Bluetooth mit dem Gehäuse gekoppelt und in die verstellbaren Gummiklemmen eingelegt. Nach dem Schließen setzt man die mitgelieferte Hand-Vakuumpumpe an das Ventil an und pumpt Luft ab, bis die Kontroll-LED blinkt. Hält das Gehäuse den Unterdruck über dreieinhalb Minuten konstant, springt die Anzeige auf Grün: Du weißt vor dem Sprung vom Boot mit hundertprozentiger Sicherheit, dass das Gehäuse dicht ist.