Kaum ein Markenname ist so eng mit kompakten Unterwasser-Aufnahmen verbunden wie GoPro. Seit den ersten Hero-Generationen im Acryl-Schutzgehäuse bis zur heutigen GoPro Hero 13 Black und der ultrakompakten Einsteiger-GoPro HERO (4K) gehört der kleine graue Würfel zur Standardausrüstung vieler Sporttaucher, Schnorchler und Apnoetaucher. Damit unter Wasser jedoch keine verwackelten, grünstichigen Clips entstehen, müssen Gehäuse, Einstellungen und Licht auf die Bedingungen im Meer abgestimmt sein.
GoPro Hero 13 Black + Original GoPro Schutzgehäuse (60 m)
Technische Eckdaten
- Auflösung & Framerate: 5.3K mit 60 fps, 4K mit 120 fps, 2.7K mit 240 fps Zeitlupe
- Farbtiefe & Fotos: 10-Bit-Farben (über 1 Milliarde Farbtöne), 27 MP Standbilder + RAW
- Tauchtiefe: 10 m ohne Gehäuse / 60 m im originalen GoPro Schutzgehäuse
Stärken unter Wasser
- + Brillante 5.3K-Schärfe und herausragende HyperSmooth 6.0 Bildstabilisierung
- + Auswechselbare wasserabweisende Frontlinse und optionale Makro-Vorsatzlinse
- + Extrahiert aus jedem 5.3K-Video gestochen scharfe 24,7-Megapixel-Einzelfotos
Einschränkungen
- - Für Gerätetauchgänge tiefer als 10 Meter ist das 60-m-Schutzgehäuse zwingend nötig
1. Einsteiger-GoPro (GoPro HERO 4K) vs. Flaggschiff (Hero 13 Black)
Neben dem Spitzenmodell bietet GoPro regelmäßig eine deutlich günstigere, kleinere Einsteiger-Variante ohne Frontdisplay an (früher die fest im Gehäuse verbaute GoPro Hero, heute die nur 86 Gramm leichte GoPro HERO 4K). Für Schnorchler und Badegäste, die nur bis fünf Meter Wassertiefe im hellen Sonnenlicht filmen wollen, reicht das kleine Einsteigermodell völlig aus. Für Gerätetaucher hat das große Flaggschiff (Hero 12 / Hero 13 Black) dagegen drei entscheidende Vorteile: Erstens passt nur das große Modell in das druckfeste 60-Meter-Tauchgehäuse, zweitens erlaubt die 10-Bit-Farbtiefe eine wesentlich sauberere Farbkorrektur von Blaustichen am Computer, und drittens liefert die 4K/120fps-Zeitlupe im Riff deutlich ruhigere Aufnahmen.
2. Die besten GoPro-Einstellungen für das Gerätetauchen
- Auflösung & Bildrate: 4K oder 5.3K mit 60 fps (bei nahen Riffmotiven gerne 4K mit 120 fps für 50-%-Zeitlupe im Schnitt).
- Digitales Objektiv (Sichtfeld): Weit (Wide) oder Linear. Vermeide „SuperView“ oder „HyperView“ unter Wasser, da die Lichtbrechung an der flachen Gehäusescheibe sonst die äußeren Bildecken stark verzieht.
- Schärfe: Stelle die kamerainterne Nachschärfung auf Niedrig oder Mittel. Die Einstellung „Hoch“ betont Schwebeteilchen im Wasser unnatürlich stark.
- Belichtungskorrektur (EV Comp): Stelle den Wert auf -0,5 EV. Dadurch brennen silbrig glänzende Fischschuppen im Sonnenlicht oder im Kegel deiner Unterwasser-Videolampe nicht weiß aus.