GoPro Hero – Günstige Action-Cam

GoPro Hero: nicht nur für Helden geeignet

Die GoPro Hero macht ihre Ambitionen schon mit dem Namen deutlich. Tatsächlich sprechen die Erfolge für sich: Sie ist die mit Abstand verbreitetste Actionkamera der Welt, ihre Einsatzzwecke sind beinahe grenzenlos, und das zu einem durchaus erschwinglichen Preis.



Besonders die neue GoPro Hero für Einsteiger, die auf den schlichten Namen GoPro Hero hört, greift den Preisfaktor auf und stellt ihn in den Mittelpunkt. Das Allround-Gerät ist schon für rund 125 Euro zu einem sehr attraktive Preis zu haben, was die Frage aufwirft, auf welche Features man verglichen mit Hero 3 und 4 verzichten muss.

Das Flaggschiff: GoPro Hero 4 Silver und Black Edition

Um die neueste GoPro Hero für Einsteiger richtig einstufen zu können, ist zunächst ein Blick auf die teureren Versionen hilfreich. Die aktuellste Generation ist seit Oktober 2014 auf dem Markt und hört auf den Namen Hero 4. Wie schon bei den Vorgängern, stehen dabei mehrere Varianten zur Auswahl.

Die wichtigsten Daten im Überblick:

 GoPro HeroGoPro Hero 4 SilverGoPro Hero 4 Black
Videoauflösung: 1080p 30
720p 60 fps
1080p 60 fps
720p 120 fps
4K30 / 2,7K50
1080p 120 fps
Fotoauflösung:5 Megapixel12 Megapixel12 Megapixel
Burst-Rate Fotomodus:5 Fotos / Sekunde30 Fotos / Sekunde30 Fotos / Sekunde
Schnittstellen:WiFi, Bluetooth, HDMI, USBWiFi, Bluetooth, HDMI, USB
Max. Wassertiefe:40 m40 m40 m
Gewicht:111 Gramm (mit integriertem Gehäuse)83 Gramm
147 Gramm (inkl. Gehäuse)
88 Gramm
152 Gramm (inkl. Gehäuse)
Preis :
(GoPro am 02.11.2014)
124,99 Euro (UVP)379,99 Euro (UVP)479,99 Euro (UVP)

Für Interessenten stellt sich damit die Frage: Ist der Aufpreis von 100 Euro gerechtfertigt – und für wen lohnt er sich?

Die Tabelle zeigt: Der einzige wirklich wesentliche Unterschied liegt in der Videoauflösung. Allerdings: Die GoPro-Serie lebte schon immer von ihrer Aufnahmequalität; es ist ihr Tagesgeschäft und der Punkt, an dem sie sich messen lassen muss.

Dennoch der Blick auf die gemeinsamen neuen Features zwischen den Black- und Silver-Editionen:

  • Mehr Einstellungsmöglichkeiten durch „Protune“
  • Spezielle Modi für Aufnahmen im Dunklen: „Night Photo“ und „Night Lapse“
  • Noch spontanere Aufnahmen per „QuikCapture“ (verkürzte Einschalt- und Aufnahmezeit)
  • Besserer Klang durch High-Performance Audio
  • HiLight-Tags erlauben das Markieren bestimmter Momente schon während der Aufnahme

Alles in allem bringt die Hero 4 einen ganzen Schwung neuer Möglichkeiten ins Spiel. Bedeutet: Die Entscheidung zwischen Silver Black hängt alleine davon ab, ob man Videos mit 4k aufnehmen möchte oder ob man sich mit 2,7k zufrieden gibt.

Alternativ: Die GoPro Hero 3 als Preistipp

So oder so: Schon die 379 Euro für die Hero 4 Silver sind ein durchaus nennenswertes Investment. Deswegen der Blick auf den Vorgänger, die Hero 3, ziemlich genau ein Jahr vor der Hero 4 erschien und keinesfalls zum alten Eisen gehört. Für preisbewusste Käufer, die dennoch Aktualität und Qualität suchen, ist sie zur Zeit womöglich der beste Deal, da die Hero-3-Preise weiter gefallen sind. Wie groß die Ersparnis ist, hängt jedoch stark von der Edition ab:

  • Die Hero 3+ Black kostet immer noch rund 370 Euro, also kaum weniger als die Hero 4 Silver.
  • Die Hero 3+ Silver gibt es für knapp 100 Euro weniger. Mit knapp 280 Euro bietet sie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Die „kleinste“ Hero 3 ist die White Slim Edition, die es je nach Händler schon für unter 200 Euro gibt.

Keine Frage: Obwohl die Hero 4 ein klares Upgrade zum Vorgänger ist, liefert auch die Hero 3 angesichts ihres Preises starke Kaufargumente. Die Fähigkeiten der einzelnen Versionen sind ähnlich abgestuft wie bei der Hero 4. Den größten Unterschied macht die UHD-Fähigkeit der Black Edition; diese zeichnet jedoch nur mit 15 Bildern pro Sekunde auf, während 2,7k mit 30 fps eingefangen werden. In Sachen Blickwinkel (ein nicht zu unterschätzender Aspekt) liegen Silver und Black Edition mit 170 Grad gleichauf und ermöglichen Panoramaaufnahmen im Weitwinkelmodus; die günstige White Edition muss sich mit 127 Grad begnügen. WLAN-fähig sind übrigens alle drei Editionen, auch auf MicroUSB und HDMI muss man in keinem Fall verzichten.

Was kann die neue GoPro Hero?

Und nun zur neuen GoPro für Einsteiger. Wie schlägt sich die GoPro Hero im Vergleich mit ihren großen, deutlich teureren Brüdern? Die Mission ist klar definiert: Sie will typische GoPro-Eigenschaften zum kleinstmöglichen Preis anbieten. Dieser liegt bei rund 125 Euro; dass es dafür Einschnitte bei der Ausstattung gibt, liegt auf der Hand.

Die technischen Rahmendaten der GoPro Hero lesen sich wie folgt:

  • Maximale Videoauflösung: 1.080p (FullHD) bei 30 fps
  • Die alternative Auflösung beträgt 720p (HDready) bei 60 fps, weitere Optionen gibt es nicht
  • Maximale Fotoauflösung: 5 Megapixel

Der abgespeckte Funktionsumfang der GoPro Hero zeigt sich auch bei folgenden Eigenschaften:

  • Keine Stereo-Audio-Aufzeichnung
  • Es kann kein externes Mikro für besseres Audio angeschlossen werden
  • Mikro-USB als einzige Schnittstelle

Anwendern, die das volle Potenzial einer Actionkamera ausschöpfen wollen, wird das vermutlich nicht reichen. Allerdings: Die GoPro-Serie ist längst im Massenmarkt angekommen und spricht auch Käufer an, die einfach nur eine robuste, allzweckfähige, hochauflösende Kamera ohne Profi-Spielereien suchen. Einsteiger sowie preisbewusste Puristen dürfen sich also angesprochen fühlen. Und außerdem: 1.080p-Video bedeutet immer noch gestochen scharfe Bilder, gerade wenn man bedenkt, dass höher auflösende Displays (ob Fernseher oder PC-Monitore) noch nicht weit verbreitet sind. Und Features wie QuikCapture, Auto Low Light und SuperView sind ebenfalls mit an Bord – von einer ganz leeren Ausstattungstabelle kann also nicht die Rede sein.

Ein weiterer Punkt: GoPro-Kameras werden gerne als Unterwasserkameras eingesetzt. Das Gehäuse der GoPro Hero ist wasserdicht bis 40 Meter; das ist für die meisten Anwender absolut ausreichend.

Die GoPro Hero – Mehr als ein gutes Schnäppchen&lt

In der Summe aus Preis und Eigenschaften ist die GoPro Hero eine ideale GoPro für Einsteiger. Die Fachpresse sieht das ähnlich – und die meisten Endkunden ebenfalls. Dazu ein Blick auf einige Rezensionen. Dort wird deutlich, dass der kleine Funktionsumfang in vielen Situationen gar keine Rolle spielt, oder umgekehrt ausgedrückt: Die tollen Features von Hero 3 und 4 sind zwar „nice-to-have“, aber nicht immer den Aufpreis wert.

Das hängt natürlich vom Anwenderprofil ab. Gerade in Anwendungsbereichen mit erhöhtem Schadenspotenzial, etwa auf der Motorhaube eines Rennwagens, greifen viele Nutzer gerne zu einer günstigeren Variante. Denn erstklassige Aufnahmen liefert diese ebenfalls – und darum geht es schließlich bei einer GoPro.

Der Tenor ist deswegen einhellig. Profis mit Erfahrung greifen weiterhin zu den Top-Modellen, während alle anderen mit der GoPro Hero bestens bedient sind und sich auf starke Bilder freuen dürfen.