Unterwasserkamera und Angeln

Unterwasserkameras: auch für Angler nützlich

Unterwasserkamera und Angeln - Fisch beim Biss
Fisch beim Biss – Foto: © K.-U. Häßler – Fotolia.com

Von außen sieht es so einfach aus: Der Köder kommt auf den Haken, die Angelrute wird ausgeworfen, nach einiger Zeit zappelt es – und der Angler zieht seine Beute aus dem Wasser.
Was währenddessen unter Wasser geschieht, ist kein Geheimnis, doch nur die wenigsten haben es je beobachtet. Mit einer Unterwasserkamera kann man die Geschehnisse bildlich festhalten, und das hat viele Vorteile:

  • Kontrolle der Futterstellen: Nehmen die Fische den Platz an? Wie verhalten sie sich? Unterwasser-Fotos helfen dabei, den Futterplatz zu kontrollieren und zu analysieren.
  • Neue Reviere erkunden: Gute Unterwasserkameras können an neuen Spots Licht ins Dunkel bringen. Mit hochaufgelösten, beleuchteten Fotos kann man die Rahmenbedingungen ausloten und damit die Voraussetzungen für erfolgreiche Angel-Sessions schaffen.
  • Momentaufnahmen: Einen Fisch beim Biss filmen, am liebsten in Nahaufnahme, ein Forellenschwarm im Scheinwerferlicht, ein Hecht auf der Jagd – Unterwasserfotografie ist vor allem wegen der Einwohner der nassen Sphäre so beliebt.

Es gibt einige für Angler und Fischer interessante Unterwasserkameras, die zum Angeln eingesetzt werden können. Die Auswahl reicht von Action Cams, wie der Qumox SJ4000 oder der GoPro Kamera Hero bis hin zu professionellen Fishfinder Videokameras, wie dem Andoer Fish Finder zum Unterwasserfischen.

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Es kommt es immer wieder zu eindrucksvollen Aufnahmen. Durch die Ausrichtung der Kamera in Richtung Köder blickt der Fisch beim Biss in den Köder direkt in die Linse, und zwar aus nächster Nähe. Natürlich kann die Kamera auch zur Untersuchung des Gewässers genutzt werden. Ohne einen Tauchanzug anziehen zu müssen, können Angler beliebige Stellen auf Vegetation wie Muschelbänke oder Riffe untersuchen. Wichtig auch das Fressverhalten der Fische: Sammelt sich das Futter – ein schlechtes Zeichen – oder tummeln sich die Fische rund um die Futterstelle, sodass dort fortan geangelt werden kann?

Unterwasserkameras liefern Antworten auf viele Fragen beim Angeln

Beim Blick auf das Sortiment von Online Shops und Fachhändlern fällt schnell auf, wie viele verschiedene Lösungen es inzwischen gibt. Das gilt im Kleinen wie im Großen:

  • Ganz unkompliziert mögen es die wasserdichten Cases: Mit ihnen werden normale Digitalkameras tauchtauglich gemacht, dafür ist nicht mehr als ein Handgriff nötig. Für wenige Euros spart man sich die Anschaffung eines neuen Gerätes.
  • Die günstigen Hüllen gibt es übrigens auch für Smartphones. iPhone, Samsung Galaxy und Co. sind zwar nicht unbedingt die beste Lösung, für spontane Einsätze jedoch besser als nichts. Da die Hüllen und Taschen kaum etwas kosten, spricht nichts dagegen, sie ins Portfolio aufzunehmen. Ob als erste Option oder nur zur Sicherheit: Dem Zufall sollte man auch beim Angeln nichts überlassen.
  • Professionelle Sets dagegen lassen keinen Wunsch offen – und das spiegelt sich bei der Qualität und den Einsatzmöglichkeiten wider. Sie sind auf den Einsatz an der Angelstelle spezialisiert: Robust und widerstandsfähig, wurden diese Unterwasserkameras eigens für Explorationen von Unterwasserlandschaften entwickelt. Per Fernsteuerung wird die Unterwasserkamera wie gewünscht ausgerichtet, dabei ist auch der Rundum-Blick von 0 bis 360 Grad möglich. Bis zu 50 Meter lange Kabel sorgen dafür, dass die Verbindung auch bei größeren Tiefen nicht abreißt.

Was ist bei Unterwasserkameras zum Angeln zu beachten?

Keine Frage: Mit der heutigen Technik haben Angler mehr Einsicht in die Unterwasserwelt als je zuvor. Dennoch bringt selbst das beste Equipment nur dann die gewünschten Resultate, wenn die Bedingungen stimmen. Klares Wasser ist die Voraussetzung, und zwar nicht nur im „Ruhezustand“, sondern auch während der Fütterung. An Spots mit sandigem Boden besteht etwa die Gefahr, dass beim Fressen zu viel Sand aufgewirbelt wird – die Bilder sind dann nur noch die Hälfte wert.
Übrigens: Auch Action Cams á la GoPro eignen sich gut als Unterwasserkamera für Angler. Einzige Bedingung: Man muss bereit sein, selbst ins Wasser zu steigen, um das Gerät zu platzieren. Ist das einmal geschehen, kommt man in den Genuss der bekannten Stärken: in HD-Qualität einen Biss filmen oder den Futterplatz kontrollieren, ohne Details zu übersehen. Die Fähigkeiten der GoPro machen auch in fischreichen Revieren keine Ausnahme, preislich liegen die Geräte auf einem ähnlichen Niveau wie Angel-Kamera-Sets.
Angler haben also die Wahl. Der heutige Markt deckt verschiedene Budgets ab, sowohl Hobby-Angler als auch ambitionierte Profis kommen auf ihre Kosten.