Viele Urlaubstaucher wünschen sich eine Kamera, die tiefer als die 15-Meter-Kompaktkameras tauchen darf (nämlich bis auf 40 Meter Sporttauchgrenze), dabei aber so klein wie eine Actioncam in die Jackettasche passt und trotzdem ein echtes Kameramenü mit großen, handschuhtauglichen Tasten und Unterwasser-Farbkorrektur besitzt. Genau für diese Nische hat der US-Tauchkameraspezialist SeaLife die SeaLife ReefMaster RM-4K entwickelt – den kompakten kleinen Bruder der vollversiegelten SeaLife Micro 3.0.
SeaLife ReefMaster RM-4K Unterwasserkamera (bis 40 Meter)
Technische Eckdaten
- Tauchtiefe: 40 m im mitgelieferten Pressure-Lock-Gehäuse
- Sensor & Video: 14 MP Panasonic CMOS-Sensor, 4K UHD Video (30 fps) & 1080p (60 fps)
- Objektiv: 140 Grad Fisheye-Weitwinkel (Fokus ab 30 cm bis unendlich)
- Anti-Beschlag: Integrierter Steckplatz für Moisture-Muncher-Trockenkapsel im Gehäuse
- Erweiterung: WLAN-App, MicroSDXC bis 128 GB, optionales Makrolinsen-Vorsteckset
Stärken unter Wasser
- + Patentierter Pressure-Lock-Drehverschluss verriegelt das 40-m-Gehäuse absolut gleichmäßig
- + Eingebaute Trockenkapsel verhindert beschlagene Frontscheiben beim Wechsel von 32 °C Luft in 20 °C Wasser
- + 140-Grad-Weitwinkelobjektiv erlaubt extrem geringen Abstand zu Großfischen, Schildkröten und Wracks
- + Innenkamera kann zum einfachen Laden und Kartenwechsel trocken entnommen werden
- + Zwei spezielle Unterwasser-Farbmodi (Tauchen Tiefwasser & Schnorcheln Flachwasser)
Einschränkungen
- - Kleines 2,0-Zoll-Display im Vergleich zum großen 2,4-Zoll-Monitor der SeaLife Micro 3.0
- - Speichert Fotos als JPEG (wer DNG-RAW für Lightroom sucht, greift zur SeaLife Micro 3.0)
1. Das Pressure-Lock-System und die integrierte Trockenkapsel
Wer schon einmal auf einem schaukelnden Tauchboot im Roten Meer oder auf den Malediven bei 85 Prozent Luftfeuchtigkeit eine Kamera in ein klassisches Schnappverschluss-Gehäuse eingelegt hat, kennt das Problem: Zehn Minuten nach dem Abtauchen kühlt die eingeschlossene feuchtwarme Tropenluft im kühleren Meerwasser ab, und mitten auf der Innenseite des Objektivglases bildet sich ein milchiger Kondensfleck. SeaLife hat in das Gehäuse der ReefMaster RM-4K direkt neben dem Kamerafach eine eigene Aufnahme für eine „Moisture Muncher“-Trockenkapsel integriert, die sämtliche Restfeuchtigkeit aus der Gehäuseluft zieht.
Ebenso durchdacht ist der Gehäuseverschluss: Statt eines harten Spannhebels, der den O-Ring beim Zuklappen verkanten oder quetschen kann, schließt du die RM-4K über eine große Pressure-Lock-Rändelschraube. Dadurch wird der Gehäusedeckel planparallel und mit exakt definiertem Anpressdruck auf den O-Ring gezogen.
2. SeaLife ReefMaster RM-4K vs. SeaLife Micro 3.0: Welche lohnt sich mehr?
- Greife zur ReefMaster RM-4K, wenn du eine möglichst handliche, leichte 40-Meter-Kamera für das Jacket suchst, bei der du Akku und MicroSD-Karte (bis 128 GB) selbst wechseln kannst und die oft schon im Komplettset („Pro 2000 Set“) inklusive Schiene und Videolampe angeboten wird.
- Greife zur SeaLife Micro 3.0, wenn du überhaupt keinen O-Ring mehr pflegen möchtest (vollständig vergossenes 60-Meter-Gehäuse ohne Tür), Fotos im unkomprimierten DNG-RAW-Format entwickeln willst und Wert auf das größere, hellere 2,4-Zoll-Display legst.
3. Optimale Beleuchtung für das 140-Grad-Weitwinkel
Da das 140-Grad-Fisheye-Objektiv der ReefMaster RM-4K einen sehr großen Bildwinkel erfasst, darfst du sie unter Wasser niemals mit einer eng gebündelten Spot-Tauchlampe kombinieren – sonst entsteht in der Bildmitte ein völlig überbelichteter weißer Fleck. Nutze entweder die im SeaLife-Pro-Set enthaltene 120-Grad-Flutlampe oder schraube über das Standard-1/4-Zoll-Gewinde im Gehäuseboden eine Schiene mit einer breit strahlenden High-CRI-Lampe wie der Wurkkos DL40 (5.000 Lumen, CRI 90), zwei Wurkkos DL30 oder einer Scubapro Nova Wide Videolampe darunter.