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Insta360 Ace Pro 2 & Ace Pro beim Tauchen im Test: 1/1,3-Zoll-Sensor, Leica-Optik & Klappdisplay

Insta360 Ace Pro 2 und Ace Pro unter Wasser im Test 2026: Was bringen das 2,5-Zoll-Klappdisplay, das Leica-Summarit-Objektiv, der PureVideo-Nachtmodus und das 60-Meter-Tauchgehäuse beim Gerätetauchen?

Während GoPro und DJI beim klassischen Dual-Screen-Gehäuse mit kleinem Frontdisplay bleiben, schlägt Insta360 mit der Insta360 Ace Pro 2 (und dem günstigeren Schwestermodell Ace Pro) einen anderen Weg ein: Ein großes, um 180 Grad nach oben klappbares 2,5-Zoll-Flip-Display trifft auf ein gemeinsam mit Leica entwickeltes Summarit-Weitwinkelobjektiv, einen lichtstarken 1/1,3-Zoll-Sensor und einen dedizierten KI-Bildprozessor für den PureVideo-Schwachlichtmodus. Wir haben geprüft, wie sich dieses Konzept im 60-Meter-Tauchgehäuse schlägt – und für welche Taucher das Klappdisplay unter Wasser ein echter Segen ist.

Kurz gesagt
Unser Fazit zur Insta360 Ace Pro 2 beim Tauchen: Für Makro-Filmer, Wracktaucher und alle, die dicht über dem Sandboden aus der Froschperspektive filmen wollen, ist das große 90-Grad-Klappdisplay (im speziellen Klapp-Tauchgehäuse) ein riesiger ergonomischer Vorteil. Zudem liefert der PureVideo-Modus bei Dämmerungs- und Nachttauchgängen eine beeindruckende Rauschunterdrückung. Wer ein besonders kompaktes Gehäuse und einen dedizierten Hardware-Farbsensor sucht, fährt mit der DJI Osmo Action 5 Pro noch einen Tick besser.
Anemonenfisch in einer Seeanemone aus tiefer Perspektive aufgenommen
Beim Filmen dicht über dem Riffdach oder Sandboden spielt das nach oben klappbare Display der Insta360 Ace Pro 2 seine Stärke aus: Du blickst bequem von schräg oben auf den Sucher, ohne dich in die Korallen legen zu müssen.

Das Klappdisplay unter Wasser: Genialer Winkelsucher oder mechanischer Nachteil?

Jeder Unterwasserfilmer kennt das Problem: Um einen Anglerfisch, eine Nacktschnecke oder einen Grundel-Partnerkrebs auf Augenhöhe zu filmen, muss die Kamera ganz flach auf den Meeresboden abgesenkt werden. Bei einer herkömmlichen Actioncam mit starrem Rückdisplay müsstest du dich dafür flach mit der Maske in den Sand oder – noch schlimmer – in empfindliches Riffgestein legen, um überhaupt zu erkennen, was du gerade filmst.

Bei der Insta360 Ace Pro 2 lässt sich das riesige 2,5-Zoll-Display im 90-Grad-Winkel wie ein klassischer Schachtsucher nach oben oder im 180-Grad-Winkel komplett nach vorn für Selbstaufnahmen aufklappen. Aber Achtung beim Kauf des Tauchgehäuses: Es gibt für die Ace Pro und Ace Pro 2 zwei unterschiedliche Gehäuse-Bauformen auf dem Markt:

  • Das originale Insta360 60m-Standard-Tauchgehäuse: Hier wird die Kamera mit eingeklapptem Display eingelegt. Das Gehäuse ist dadurch kompakt wie bei einer GoPro oder DJI, erlaubt unter Wasser aber kein Aufklappen des Bildschirms mehr.
  • Spezielle Flip-Screen-Tauchgehäuse (für aufgeklappten Bildschirm): Diese Gehäuse besitzen nach oben hin eine zweite transparente Kammer, sodass die Kamera mit im 90- oder 180-Grad-Winkel aufgeklapptem Display eingesetzt werden kann. Damit gewinnst du unter Wasser einen riesigen Front- bzw. Winkelsucher.
Beste Low-Light-KI & Klappdisplay

Insta360 Ace Pro 2 (8K Leica Action-Cam)

Richtpreis / Straßenpreis ca. 419 EUR (Ace Pro 2) / 319 EUR (Ace Pro)

Technische Eckdaten

  • Sensor & Optik: 1/1,3 Zoll 8K-CMOS + Leica Summarit Objektiv (f/2.6, 157° FOV)
  • Videoauflösung: 8K mit 30 fps / 4K mit 120 fps / 4K60 Active HDR
  • Low-Light-Modus: PureVideo (Dual-AI-Chip Rauschunterdrückung in Echtzeit bis 4K60)
  • Wasserdichtigkeit nackt: 12 m (Ace Pro 2) bzw. 10 m (Ace Pro 1)
  • Tauchtiefe mit Gehäuse: 60 m (Original Insta360 Dive Case)
  • Farbtiefe & Profil: I-Log Farbprofil + AquaVision 2.0 Unterwasser-Farbkorrektur

Stärken unter Wasser

  • + Hervorragende Schärfe und Mikrokontraste durch die Leica-Summarit-Glasoptik
  • + PureVideo-Modus holt bei Wrack-, Höhlen- und Nachttauchgängen erstaunlich saubere Bilder aus dem Dunkel
  • + Verlustfreier 2-fach-Clarity-Zoom (4K-Ausschnitt aus dem 8K-Sensor) ideal für scheue Rifffische
  • + Magnetisches Schnellwechselsystem und zuverlässiger Unterwasser-Touchscreen-Sperrmodus

Einschränkungen

  • - Etwas schwerer und voluminöser als DJI Osmo Action 5 Pro und GoPro Hero 13
  • - Im Standard-Tauchgehäuse muss das Klappdisplay eingeklappt bleiben
  • - 8K-Aufnahmemodus unter Wasser nur bei bestem Sonnenlicht im Flachwasser sinnvoll
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Der 2-fach Clarity-Zoom: Warum der 8K-Sensor unter Wasser im 4K-Modus glänzt

Unter Wasser braucht kaum jemand eine finale 8K-Videodatei mit 30 Bildern pro Sekunde. Der wahre Nutzen des hochauflösenden 8K-Sensors der Insta360 Ace Pro 2 liegt in einer anderen Funktion: dem 2-fach Clarity-Zoom. Während herkömmliche Actioncams beim digitalen Zoomen einfach das 4K-Bild beschneiden und hochrechnen (wodurch das Bild sofort matschig wird), schneidet die Ace Pro 2 beim Antippen der Zoom-Taste die mittleren 3.840 x 2.160 Pixel nativ aus dem 8K-Sensor aus.

Für Taucher ist das Gold wert: Mit ihrem extrem weiten 157-Grad-Leica-Objektiv bildet die Kamera im Standardmodus zwar große Wracks oder Walhaie wunderbar ab, doch kleinere Motive wie ein Rotfeuerfisch, eine Muräne oder ein Oktopus wirken schon aus einem Meter Entfernung winzig. Da du vielen Meerestieren nicht auf 15 Zentimeter auf die Pelle rücken darfst (oder solltest), schaltest du im 4K60-Modus einfach per Tastendruck in den 2-fach Clarity-Zoom und erhältst eine doppelt so nahe Brennweite ohne sichtbaren Schärfeverlust.

PureVideo beim Nachttauchen und in dunklen Wracks

In der Insta360 Ace Pro 2 arbeiten erstmals zwei separate Chips: ein klassischer Bildprozessor und ein eigener 5-nm-KI-Chip. Im Modus PureVideo (bei der Ace Pro 2 jetzt bis zu 4K mit 60 fps verfügbar) analysiert das neuronale Netz jedes einzelne Einzelbild in Echtzeit, trennt Sensorrauschen von echten Strukturen an Korallen oder Schiffsplanken und hebt den Dynamikumfang in den Schatten an.

Kombiniert man den PureVideo-Modus bei einem Nachttauchgang oder im Inneren eines Wracks mit einer homogenen Videolampe wie der Wurkkos DL30 oder der Scubapro Nova 720 Wide, verschwindet das typische bunte Kriseln in den dunklen Bildecken fast vollständig. Wichtig: Schalte bei Kunstlicht im PureVideo-Modus die elektronische Stabilisierung auf „Standard“ statt „Hoch“ und wähle mindestens 60 fps, damit die Kamera kurze Belichtungszeiten wählt und kein Bewegungsflimmern (Ghosting) an den Lichtkanten entsteht.

Insta360 Ace Pro 2 vs. Ace Pro (Generation 1): Lohnt sich der Aufpreis?

Auf Amazon wird das Vorgängermodell Insta360 Ace Pro (1. Generation) häufig für rund 100 Euro weniger abverkauft. Beide Kameras nutzen einen 1/1,3-Zoll-Sensor und das Leica-Objektiv. Die Ace Pro 2 bietet jedoch drei für Taucher spürbare Verbesserungen: Die nackte Wasserdichtigkeit stieg von 10 auf 12 Meter, das neue Farbprofil I-Log bietet deutlich mehr Spielraum beim nachträglichen Color-Grading als das alte Flat-Profil, und der PureVideo-Modus schafft nun flüssige 4K mit 60 fps statt nur 4K mit 30 fps. Wer im trüben heimischen See oder bei Nachttauchgängen mit 60 Bildern pro Sekunde filmen möchte, sollte zur Ace Pro 2 greifen.

Wie sich die Insta360 Ace Pro 2 im direkten Datenvergleich gegen die DJI Osmo Action 5 Pro und die GoPro Hero 13 Black schlägt, siehst du in unserer großen Actioncam-Unterwasser-Vergleichstabelle.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Passt das Tauchgehäuse der ersten Insta360 Ace Pro auch für die Ace Pro 2? ↓

Nein! Da die Insta360 Ace Pro 2 einen neuen abnehmbaren Mikrofon-Windschutz und leicht veränderte Gehäuseabmessungen sowie einen größeren Objektivschutz besitzt, benötigt sie zwingend das speziell für die Ace Pro 2 ausgewiesene 60-Meter-Tauchgehäuse.

Wie bediene ich den 2-fach Clarity-Zoom der Ace Pro 2 im geschlossenen Tauchgehäuse? ↓

Im geschlossenen 60-Meter-Tauchgehäuse ist der Touchscreen durch den Wasserdruck nicht nutzbar. Du kannst jedoch in den Kameraeinstellungen vor dem Tauchgang die seitliche Ein-/Aus-Taste (Quick-Button) so belegen, dass ein kurzer Druck im Aufnahmemodus direkt zwischen dem 1x-Weitwinkel und dem 2x-Clarity-Zoom umschaltet.

Hat die Insta360 Ace Pro 2 einen eigenen Unterwasser-Farbmodus? ↓

Ja, die Kamera verfügt über einen dedizierten Unterwasser-Modus in der Firmware, der die Stabilisierung auf die Brechung unter Wasser anpasst und den Blaustich reduziert. Noch bessere Ergebnisse erzielst du, wenn du im I-Log-Profil filmst oder nachträglich in der Insta360-App die KI-Funktion AquaVision 2.0 aktivierst.

Kann ich die Frontlinse der Insta360 Ace Pro 2 selbst wechseln, wenn sie verkratzt ist? ↓

Bei der neueren Insta360 Ace Pro 2 ist der Objektivschutz abnehmbar und lässt sich im Schadensfall einfach selbst austauschen. Bei der älteren Ace Pro (1. Generation) war das Schutzglas noch fest verklebt.