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Akaso Brave 8 & Brave 7 LE unter Wasser im Test: Was leisten die 4K-Actioncams im 60-Meter-Gehäuse?

Akaso Brave 8 und Brave 7 LE beim Tauchen und Schnorcheln im ehrlichen Test 2026: 1/2-Zoll-Sony-Sensor, 4K60, Dual-Screen und 60-Meter-Tauchgehäuse für unter 220 Euro – Stärken und Grenzen.

Auf Amazon gehören die Actioncams von Akaso seit Jahren zu den meistverkauften Alternativen unterhalb der 250-Euro-Marke. Während viele Billig-Actioncams unter 100 Euro mit hochgerechnetem 4K und ruckelnden 30 Bildern pro Sekunde enttäuschen, tritt das Spitzenmodell Akaso Brave 8 mit ernstzunehmender Hardware an: Ein 1/2-Zoll großer Sony-Quad-Bayer-Sensor (48 MP), echte 4K-Auflösung mit 60 fps, zwei Farbdisplays und ein bis 10 Meter direkt wasserdichtes Metall-Kunststoff-Gehäuse (bzw. bis 60 Meter im optionalen Tauchgehäuse). Wir haben analysiert, wie gut sich die Akaso Brave 8 und ihre günstigere Schwester Brave 7 LE unter Wasser schlagen – und wo der Abstand zu DJI und GoPro sichtbar wird.

Kurz gesagt
Unser ehrliches Urteil zur Akaso Brave 8 unter Wasser: Die Akaso Brave 8 ist keine Mogelpackung, sondern besitzt mit ihrem 1/2-Zoll-Sony-IMX586-Chip tatsächlich einen größeren Sensor als jede Actioncam der 100-Euro-Klasse. Bei sonnigen Schnorchel- und Flachwassertauchgängen im Roten Meer oder Mittelmeer liefert sie in 4K60 überraschend detailreiche, scharfe Videos. Ihre Grenzen zeigen sich bei der kamerainternen Stabilisierung (SuperSmooth erreicht erst in der Smartphone-App GoPro-Niveau) sowie beim automatischen Weißabgleich ab 10 Meter Tiefe, wo ein Tauchmodus oder ein Rotfilter Pflicht ist.
Sonnenstrahlen brechen durch die Wasseroberfläche über einem Korallenriff
Im lichtdurchfluteten Flachwasser bis 12 Meter Tiefe spielt der 1/2-Zoll-Sensor der Akaso Brave 8 seine Stärke aus und liefert echte 4K-Aufnahmen mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde.

Die Hardware der Akaso Brave 8: Echter 1/2-Zoll-Sensor statt Fake-4K

Im Preissegment zwischen 100 und 220 Euro wimmelt es von Kameras, die mit „4K Ultra HD“ oder gar „5K“ werben, intern aber nur einen winzigen 1/3-Zoll-Sensor besitzen, dessen Bild künstlich interpoliert wird. Die Akaso Brave 8 bildet hier eine rühmliche Ausnahme: In ihr arbeitet der bekannte Sony IMX586 CMOS-Sensor im 1/2-Zoll-Format, der 48 Millionen Einzelpixel durch sogenanntes 4-in-1-Pixel-Binning zu lichtstarken 12-Megapixel-Blöcken zusammenfasst und daraus natives 4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde (oder 2,7K mit 120 fps für flüssige Zeitlupen) ausliest.

Gepaart ist der Sensor mit einem mehrschichtigen Glasobjektiv aus 9 Linsenelementen. Unter Wasser im sonnigen Bereich zwischen 0 und 10 Metern – also genau dort, wo 90 Prozent aller Urlaubsschnorchler und Gelegenheitstaucher unterwegs sind – ist die reine Auflösung an Korallenästchen, Schildkrötenpanzern und Fischen den 70-Euro-Einsteigermodellen haushoch überlegen.

Beste Mittelklasse unter 220 EUR

Akaso Brave 8 (4K60 Action-Cam)

Richtpreis / Straßenpreis ca. 209 EUR

Technische Eckdaten

  • Sensor & Optik: 1/2 Zoll CMOS (Sony IMX586, 48 MP Quad-Bayer) + 9-Schicht-Glaslinse
  • Videoauflösung: 4K mit 60 fps / 2,7K mit 120 fps / 1080p mit 200 fps
  • Wasserdichtigkeit nackt: 10 Meter ohne Gehäuse (IPX8)
  • Tauchtiefe mit Gehäuse: 60 Meter (Original Akaso Brave 8 Unterwassergehäuse)
  • Displays & Akku: 2,0 Zoll Touch-Rückdisplay + 1,22 Zoll Frontscreen / 2x 1.550 mAh Akkus
  • Farbtiefe: 8-Bit mit speziellem Tauchmodus (Diving Mode)

Stärken unter Wasser

  • + Echtes 4K mit 60 fps und großer 1/2-Zoll-Sensor zu einem fairen Straßenpreis
  • + Serienmäßig mit zwei großen 1.550-mAh-Akkus, Doppelladegerät und riesigem Zubehörpaket
  • + Integrierter Tauchmodus (Rotkorrektur) direkt im Kameramenü zuschaltbar
  • + Ohne Zusatzgehäuse bereits bis 10 Meter wasserdicht für Pool und Schnorcheln

Einschränkungen

  • - Das 60-Meter-Tauchgehäuse ist bei der Brave 8 meist separat erhältlich (ca. 25 EUR)
  • - Kamerainterne Stabilisierung (EIS 3.0) nicht so butterweich wie DJI RockSteady oder GoPro HyperSmooth
  • - Nur 8-Bit-Farbtiefe (weniger Spielraum bei der Farbkorrektur am PC als bei der DJI Action 4)
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Akaso Brave 8 vs. Akaso Brave 7 LE: Wo liegt der Unterschied?

Neben der Brave 8 ist auf Amazon vor allem die rund 135 bis 150 Euro günstige Akaso Brave 7 LE extrem verbreitet. Für Wassernutzer lohnt sich ein genauer Blick auf die Unterschiede:

  • Lieferumfang beim Tauchgehäuse: Bei der günstigeren Akaso Brave 7 LE liegt das druckfeste 40-Meter-Unterwassergehäuse bereits ab Werk im Karton (nackt ist die Brave 7 LE nur nach IPX7 gegen Regen und kurzes Untertauchen bis 1 Meter geschützt). Bei der teureren Akaso Brave 8 ist die Kamera selbst bis 10 Meter wasserdicht, das 60-Meter-Tauchgehäuse für Gerätetaucher muss jedoch meist für rund 25 Euro separat mitbestellt werden.
  • Sensor und Bildrate: Die Brave 7 LE filmt maximal in 4K mit 30 fps auf einem kleineren Sensor, während die Brave 8 mit dem großen 1/2-Zoll-Sensor flüssige 4K mit 60 fps liefert. Da man unter Wasser wegen der ständigen Eigenbewegung von Taucher und Fisch fast immer mit 60 Bildern pro Sekunde filmen sollte, ist die Brave 8 für anspruchsvollere Unterwasservideos das klar bessere Werkzeug.

Praxis-Tipps für scharfe und farbechte Unterwasseraufnahmen mit der Brave 8

Damit die Akaso Brave 8 beim Schnorcheln und Tauchen optimale Ergebnisse liefert, solltest du drei Einstellungen im Menü vor dem Tauchgang anpassen:

  1. Tauchmodus (Diving Mode) ab 4 Meter Tiefe aktivieren: Im Kameramenü der Brave 8 findest du unter den Bildeffekten den speziellen „Tauchmodus“. Er hebt den Rotkanal elektronisch an, um die Lichtabsorption des Wassers zwischen 4 und 15 Metern auszugleichen. Beim Schnorcheln direkt an der Wasseroberfläche (0 bis 3 Meter) lässt du den Tauchmodus ausgeschaltet, sonst bekommen die Aufnahmen einen rötlichen Stich.
  2. Bildstabilisierung auf „EIS“ stellen (oder SuperSmooth in der App nutzen): Schalte die interne elektronische Stabilisierung (EIS) bei 4K60 zwingend ein. Die noch stärkere Gyro-Stabilisierung „SuperSmooth“ zeichnet die Bewegungssensordaten während des Tauchgangs auf und verrechnet sie anschließend beim Export über die Akaso-GO-App auf dem Smartphone.
  3. Belichtungsmessung auf „Mittenbetont (Center)“ setzen: Wenn du in einem dunkleren Riffabschnitt oder mit einer Tauchlampe wie der Sofirn SD05 oder Wurkkos DL10R filmst, verhindert die mittenbetonte Belichtungsmessung, dass ein Fisch im Zentrum überstrahlt wird.

Ehrliche Kaufberatung: Die Akaso Brave 8 kostet aktuell rund 209 Euro (plus ca. 25 Euro für das 60-m-Gehäuse = ca. 234 Euro). Da die DJI Osmo Action 4 mit ihrem noch größeren 1/1,3-Zoll-Sensor, 10-Bit-Farben und Hardware-Farbsensor inzwischen schon für rund 269 Euro zu haben ist, raten wir Gerätetauchern bei einem Budget um 250 Euro meist zum Griff zur DJI Action 4. Wenn die Brave 8 jedoch im Amazon-Angebot deutlich unter 180 Euro fällt, ist sie eine starke Wahl für den Schnorchel- und Tauchurlaub. Siehe dazu auch unsere Action-Cam Unterwasser Vergleichstabelle 2026.

? Häufige Fragen zur Unterwasserfotografie

Ist bei der Akaso Brave 8 ein Unterwassergehäuse im Lieferumfang enthalten? ↓

Im Standard-Lieferumfang der Akaso Brave 8 sind zwar zwei Akkus, eine Fernbedienung und zahlreiche Halterungen enthalten, aber kein separates Tauchgehäuse, da die Kamera selbst bis 10 Meter wasserdicht ist. Wer tiefer als 8 bis 10 Meter tauchen möchte, muss das originale Akaso Brave 8 60-Meter-Unterwassergehäuse separat dazukaufen.

Funktioniert die mitgelieferte Handgelenks-Fernbedienung der Akaso unter Wasser? ↓

Nein. Erstens ist die kleine Funk-Fernbedienung nur spritzwassergeschützt und nicht zum Untertauchen geeignet, und zweitens werden 2,4-GHz-Funksignale durch Wasser bereits nach wenigen Zentimetern vollständig abgeschirmt. Unter Wasser bedienst du die Kamera direkt über den Auslöser.

Welche Speicherkarte benötige ich für 4K60-Aufnahmen mit der Akaso Brave 8? ↓

Für flüssige 4K-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde benötigt die Akaso Brave 8 eine schnelle microSDXC-Speicherkarte der Geschwindigkeitsklasse U3 / V30 (maximal bis 512 GB Kapazität), die vor dem ersten Einsatz direkt in der Kamera formatiert werden sollte.

Wie lange hält ein Akku der Akaso Brave 8 beim Tauchen? ↓

Mit einem der beiden mitgelieferten 1.550-mAh-Akkus erreicht die Akaso Brave 8 bei 4K60 rund 75 bis 85 Minuten Aufnahmezeit. Da zwei Akkus und eine Doppelladeschale im Karton liegen, bist du für zwei bis drei Tauchgänge am Tag bestens ausgerüstet.