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Fuchshai – grandioser Springer über dem Meer

Fuchshaie, die auch als Drescherhaie bezeichnet werden, sind vor allem durch ihre sehr hohen Sprünge aus dem Wasser und die unverwechselbare Flosse bekannt. Die Raubfische sind eher Einzelgänger und auch in großen Meerestiefen zu finden. Besonders seine bizarre und sehr imposante Erscheinungsform macht die Haiart bekannt. Drei Arten von Fuchshaien sind auf der Welt zu finden. Die älteste bekannte Art ist der Gemeine Fuchshai, der 1788 von Pierre Joseph Bonnaterre identifiziert wurde. Etwas später wurden der Großaugen-Fuchshai und der Pazifische Fuchshai entdeckt.

Fuchshai von unten gesehen



Fuchshaie sind faszinierend

Allein die Körperform ist außergewöhnlich und ungewöhnlich. Die freischwimmenden Raubfische sind in allen Ozeanen auf der ganzen Welt zu finden. Mit seinem kurzen Maul und den großen Augen wirkt der Fuchshai fast niedlich.

  • Sein lateinischer Name ist Alopias vulpinus.
  • Der Gemeine Fuchshai gehört zur Ordnung der Makrelenhaiartigen.
  • Der Raubfisch ist auch als Drescherhai bekannt.
  • Die Größe der Tiere beträgt drei bis vier Meter.
  • Der größte gefangene Gemeine Fuchshai hatte eine Länge von 7,60 Metern.
  • Das höchste bekannte Gewicht liegt bei 340 kg.
  • Besonders auffällig ist die ungewöhnlich große Schwanzflosse, die über eine kräftige Schwanzwurzel verfügt.
  • Der obere, lange Teil der Schwanzflosse ist etwa so lang wie der gesamte Körper des Hais.
  • Der Gemeine Fuchshai verfügt über zwei Rückenflossen und sichelförmige Brustflossen.
  • Die obere Seite des Körpers ist dunkel. Die Farben reichen von grünlich über blaue Schimmer bis hin zu grauschwarz.
  • Die Seiten des Körpers sind grauschwarz, kupferfarben oder silbern, der Bauch ist hell bis weiß.
  • Die Augen des Fuchshais befinden sich seitlich am Kopf und sind relativ groß.
  • Die Schnauze des Raubfisches ist konisch, die Labialfalten sind nur kurz, das Maul ist klein.
  • Die Haiart hat im Unterkiefer etwa 24 Zähne und im Oberkiefer 19 bis 26 Zähne, die sehr spitz und gebogen sind.

Der Gemeine Fuchshai lebt in Küstennähe

Fuchshai von der Seite gesehen

Der Gemeine Fuchshai ist fast auf der ganzen Welt in Küstennähe zu finden. Die Fische sind aber auch in Freibereichen zu finden und tauchen dort bis zu Tiefen von 500 Metern. Das Verbreitungsgebiet sind die gemäßigten, tropischen und subtropischen Breiten des Pazifik, Atlantiks und des Indischen Ozeans. Im westlichen Atlantik ist er von der kubanischen Karibik bis nach Neufundland zu finden. Aber auch im Süden um Brasilien und Argentinien bewohnen die Raubfische die Gewässer. Sie sind aber auch vor Norwegen, den Britischen Inseln und entlang der gesamten europäischen Atlantikküste zu finden. Außerdem lagern sie vor Südafrika, den Arabischen Halbinseln, Pakistan, China, Indonesien, Japan und den Philippinen. Es gibt kaum eine Küste weltweit, in deren Gewässern sich der scheue Fuchshai nicht tummelt.

Der Lebensraum des Fuchshais

Fuchshaie sind meist in der Nähe der Küste zu finden. Im Sommer tummeln sich die Tiere auch in der Nähe von Stränden. Obwohl die Tiere bis in 500 Meter Tiefe tauchen können, sind sie eher in den oberen Schichten zu finden. Fuchshaie sind Einzelgänger, die aber auch in zum Teil gleichgeschlechtlichen Gruppen zu finden sind. Die Tiere sind sehr schnelle und aktive Schwimmer. Wie viele Hai weisen auch sie eine Körpertemperatur auf, die etwas höher als das Meerwasser ist. Bekannt ist der Fuchshai für seine meterhohen Sprünge, die vor allem dann zu sehen sind, wenn sie von Anglern gejagt werden. Der Gemeine Fuchshai wird circa 15 bis 19 Jahre alt.

Kleine Bissen für einen großen Magen

Fuchshaie ernähren sich eher von kleinen bis mittelgroßen Knochenfischen. Diese machen fast die gesamte Nahrung aus. Besonders auf Schwarmfische machen die Raubfische jagt. Zum Repertoire gehören Makrelen, Butterfische, Sardinen und Makrelenhechte. Eher selten werden größere Fische gejagt. Ab uns zu stehen Krebstiere, Kopffüßer und Seevögel auf dem Speiseplan. Die Tiere ziehen mit den Fischschwärmen entlang der Küsten und machen sich auf saisonale Wanderungen, die immer der Nahrung folgen.

Die besondere Art der Jagd

Fuchshai von hinten gesehen

Fuchshaie haben eine besondere Jagdmethode, die ihnen auch den Namen Drescherhai eingebracht hat. Die Fischschwärme werden von den Raubfischen umkreist. Dabei schlägt der Hai mit seiner langen Schwanzflosse in den Schwarm. So werden die Fische getötet oder betäubt. Erst dann frisst der Hai. Der Ozeanograph Allen beobachtete diese Jagdtechnik im April 1923. Dabei überholt der Hai einen Fisch, den er verfolgt und drosch mit dem Schwanz wie mit einem Dreschflegel auf die Beute ein. Diese Art zu jagen wird auch bei Seevögeln angewandt. Die Jagdtechnik hat aber nicht nur Vorteile für die Raubfische. Häufig bleiben sie beim Schlag auf vermeintliche Beute an den Haken der Langleinenfischerei hängen.

Der Fuchshai (Alopias vulpinus) ist lebend gebärend

Das hat er mit anderen Haien gemeinsam. Genauer gesagt sind Fuchshaie ovovivipar. Die Raubfische paaren sich etwa in der Zeit von Juli bis August und bringen die Jungen nach neun Monaten zur Welt. Je nach Region können die Paarungs- und Geburtszeiten aber auch anders liegen. So gebären die Tiere im westlichen Indischen Ozean eher zwischen Januar und Mai.

Fuchshaie bringen im Durchschnitt vier Junge zur Welt, können aber auch weniger oder bis zu sechs Junge haben. Bis zur Geburt ernähren sich diese im Mutterleib von den nicht befruchteten Eiern. Fuchshaie haben eine sehr geringe Fortpflanzungsrate.

Fuchshaie sind bei Geburt schon sehr groß. Die Größe liegt zwischen einem Meter und 1,6 Metern. Die Jungen wiegen etwa fünf bis sechs Kilogramm. Die Proportionen Körper/Schwanz entsprechend bereits bei den Jungtieren denen der erwachsenen Tiere. Als Jungtiere wachsen sie etwas schneller und können pro Jahr etwa 50 Zentimeter zulegen. Ausgewachsene Tiere wachsen nur sehr langsam.

Im Gegensatz zu anderen Haiarten ist die Geschlechtsreife je nach Region sehr unterschiedlich. Während die Männchen weltweit mit einem Alter von drei bis sieben Jahren und einer Größe von 2,6 bis 3,4 Metern geschlechtsreif sind, gibt es bei den Weibchen gravierende Unterschiede. IN Kalifornien sind die Tiere mit 2,6 bis 3,2 Metern geschlechtsreif, im Indischen Ozean mit 2,7 bis 3,3 Metern und in Australien erst mit 3,5 bis 4 Metern.

Natürliche Feinde des Fuchshais

Die Haiart hat aufgrund ihrer Größe kaum natürliche Feinde. Nur selten fallen die Tiere anderen Haien zum Opfer. Allerdings können ausgewachsene Fuchshaie durchaus zur Beute von Großen Schwertwalen werden.

Der Fuchshai und der Mensch

Fuchshaie sind zwar groß, doch für Menschen ungefährlich. Es wird zwar vereinzelt von Angriffen auf Boote berichtet, die aber keine dramatischen Folgen hatten. Das kleine Maul des Hais stellt für den Menschen nur eine geringe Gefahr dar. Taucher werden meist in weiten Kreisen umschwommen. An einigen Stellen lassen sich die Tiere sehr häufig sehen. So ist die philippinische Insel Cebu bekannt für Fuchshaie. Hier können Taucher die scheuen Räuber zu sehen bekommen. Verhalten sich die Taucher ruhig, kommen die Raubfische auch näher und beobachten die Taucher. Schwimmen Taucher aber auf die scheuen Haie zu, machen sie kehrt und verschwinden.

Fuchshaie stehen in der Roten Liste

Sein ungewöhnliches Aussehen und der Umstand, dass die Tiere Anglern einen harten Kampf liefern, der von hohen Sprüngen begleitet wird, machen die Fuchshaie bei den Sportfischern beliebt. Doch nicht nur Sportfischer bedrohen die Haiart. Vor allem die kommerzielle Fischerei reduziert den Bestand immer mehr. In vielen Gebieten sind Fuchshaie eine beliebte Fischart. Die Flossen werden für Haifischflossensuppe verwendet, das Fleisch wird als frisches Fischfleisch oder getrocknet und gesalzen verkauft. Aus der Leber wird Lebertran hergestellt und die Haut zu Leder verarbeitet. Sehr viele Tiere enden aber auch als Beifang in den Netzen der Treibnetzfischerei.

Seit 2000 steht der Fuchshai in der Roten Liste der IUCN. Zuerst wurde die Haiart in der Rubrik „data deficient“ geführt. Erst 2007 rückte der Gemeine Fuchshai nach Untersuchungen in die Rubrik „gefährdet“ auf. 2016 wurde der Fuchshai in den zweiten Anhang des CITES-Abkommen aufgenommen. Für die gefährdete Haiart bedeutet das, dass der Handel mit Produkten, in denen Fuchshai enthalten ist, nur noch eingeschränkt und kontrolliert erlaubt ist.

Haie werden nicht ohne Grund als „Löwen und Tiger der Meere“ bezeichnet. Sie stehen ganz oben an den maritimen Nahrungsketten. Werden sie nicht geschützt und von dieser Stelle vertrieben, kann das ökologisch unabsehbare Folgen für das maritime System haben.


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